VerträgeVertragsart

Strom- und Gasvertrag kündigen

In der Grundversorgung kündigst du mit zwei Wochen Frist in Textform. Einen Sondervertrag kündigst du zum Ende der vereinbarten Laufzeit; erhöht der Lieferant die Preise, kannst du ohne Frist zum Termin der Erhöhung kündigen. Beim Umzug kannst du einen Sondervertrag mit sechs Wochen Frist kündigen, außer der Lieferant bietet dir an, dich am neuen Wohnort zu den bisherigen Bedingungen weiter zu beliefern; den Wechsel kann der neue Lieferant für dich übernehmen.

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Wasserkessel auf einer Gasflamme in einer Küche am Abend, darüber eine leuchtende Hängelampe
Bild: KI-generiert

Diese Seite ist für alle, die einen eigenen Strom- oder Gasvertrag haben – als Mieter mit eigenem Zähler oder als Eigentümer. Sie zeigt, ob für dich die Regeln der Grundversorgung oder die deines Sondervertrags gelten, rechnet den letzten Kündigungstag an einem Beispiel durch und erklärt die Kündigung nach einer Preiserhöhung und beim Umzug. Danach folgen der Ablauf eines Anbieterwechsels und ein Kündigungsschreiben.

Erst klären: Grundversorgung oder Sondervertrag?

Bei Strom und Gas hängt fast alles an einer Frage: Wirst du in der Grundversorgung beliefert, oder hast du einen Sondervertrag? Die Grundversorgung ist der Standardvertrag des örtlichen Grundversorgers zu dessen Allgemeinen Preisen. Für sie gelten die Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV) und die gleich aufgebaute Gasgrundversorgungsverordnung (GasGVV). In die Grundversorgung kommst du auch ohne Unterschrift: Der Vertrag entsteht schon, wenn du Strom oder Gas aus dem Netz entnimmst, etwa nach einem Einzug. Du musst das dem Grundversorger dann unverzüglich in Textform mitteilen (§ 2 Abs. 2 StromGVV).

Jeder andere Vertrag ist ein Sondervertrag – auch ein günstigerer Tarif desselben Stadtwerks. Für ihn gelten das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und deine Vertragsbedingungen. Welche Art du hast, musst du nicht raten:

  • Der Vertrag muss ausdrücklich sagen, ob die Belieferung in der Grundversorgung oder außerhalb erfolgt, und Kündigungstermine und -fristen nennen (§ 41 Abs. 1 EnWG).
  • Die Zusammenfassung, die du nach Vertragsschluss bekommst, nennt Kündigungsfrist, Bonusvereinbarungen und Mindestlaufzeit (§ 41 Abs. 4 EnWG).
  • Jede Rechnung weist die Vertragsdauer, den nächstmöglichen Kündigungstermin und die Kündigungsfrist aus (§ 40 Abs. 2 EnWG).

Ein Unterschied betrifft die Regeln für Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), also die vorformulierten Bedingungen des Lieferanten. Für Strom- und Gassonderverträge gelten die Klauselverbote der §§ 308 und 309 BGB nur, soweit die Bedingungen zum Nachteil der Kunden von den Grundversorgungsverordnungen abweichen (§ 310 Abs. 2 BGB). Die Laufzeitregeln aus § 309 Nr. 9 BGB lassen sich deshalb nicht einfach übertragen. Laufzeit, Verlängerung und Frist stehen in deinem Vertrag – lies dort nach, bevor du rechnest.

Fristen auf einen Blick

SituationFristVertrag endetGrundlage
Grundversorgung, ordentliche Kündigung2 Wochen, kein Monatsende nötig2 Wochen nach Zugang§ 20 Abs. 1 StromGVV, § 20 Abs. 1 GasGVV
Grundversorger ändert Preise oder Bedingungenkeinezum Wirksamwerden der Änderung§ 5 Abs. 3 StromGVV
Sondervertrag, ordentliche Kündigunglaut Vertragzum vereinbarten TerminVertrag, § 41 Abs. 4 EnWG
Lieferant ändert Preise oder Bedingungen (Sondervertrag)keinezum Wirksamwerden der Änderung§ 41 Abs. 5 EnWG
Umzug (Haushaltskunde, Sondervertrag)6 Wochenzum Auszug oder später§ 41b Abs. 5 EnWG
Kündigungsbutton fehlt oder ist mangelhaftkeinemit Zugang der Kündigung§ 312k Abs. 6 BGB
Neuer Vertrag online, am Telefon oder an der Haustür geschlossenWiderruf binnen 14 Tagen ab Vertragsschlussrückwirkend§ 355 BGB, § 356 Abs. 2 BGB

Für die Kündigung in der Grundversorgung schreibt die Verordnung Textform vor: E-Mail, Fax oder Brief genügen, ein Anruf nicht (§ 20 Abs. 2 StromGVV). Für die Kündigung eines Sondervertrags durch dich nennt das Gesetz keine Form; nimm trotzdem Textform, damit du sie belegen kannst. Kann man den Vertrag auf der Webseite des Lieferanten abschließen, muss es dort außerdem einen Kündigungsbutton geben (Kündigungsbutton). Wie Fristen gezählt werden, erklärt der Ratgeber Kündigungsfristen richtig berechnen.

Rechenbeispiel: bis wann muss die Kündigung ankommen?

Sondervertrag: Dein Stromvertrag beginnt am 15. Januar 2026, mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit und einem Monat Kündigungsfrist. Die Laufzeit endet am 14. Januar 2027. Damit der Vertrag zu diesem Tag endet, muss deine Kündigung spätestens am Montag, 14. Dezember 2026, beim Lieferanten sein – angekommen, nicht nur abgeschickt (§ 130 BGB).

  1. Vertragsbeginn
  2. Kündigung muss spätestens ankommen
  3. Ende der Mindestlaufzeit (12 Monate)
Beispiel: Stromvertrag seit 15. Januar 2026 · Kündigungsfrist 1 Monat

Grundversorgung: Geht deine Kündigung am Montag, 5. Oktober 2026, beim Grundversorger ein, endet die Belieferung mit Ablauf des 19. Oktober 2026. Ein Monatsende brauchst du nicht abzuwarten, und eine Mindestlaufzeit gibt es in der Grundversorgung nicht.

Was nach der Erstlaufzeit eines Sondervertrags gilt, steht in deinen Bedingungen. Der Rechner geht für Strom und Gas danach von monatlicher Kündbarkeit aus; stell die Werte deines Vertrags ein:

Rechner

Kündigungsfrist berechnen

Bis wann muss die Kündigung ankommen, und wann endet der Vertrag? Der Rechner fragt zuerst die Vertragsart – denn für Abos, Telefon, Versicherung und Strom gelten verschiedene Regeln.

Tag, an dem die Laufzeit beginnt (Auftragsbestätigung bzw. Versicherungsschein)
Verträge ab 1. März 2022 sind danach jederzeit mit höchstens einem Monat Frist kündbar.
Nur für Briefe: Feiertage deines Landes beim Absendetag.

Grundlage: § 187 und § 188 BGB, für Verträge ab 1. März 2022 § 309 Nr. 9 BGB, für Telefon und Internet § 56 TKG. Fällt der letzte Tag auf ein Wochenende oder einen Feiertag, verschiebt sich die Frist nicht (BGH, 17.02.2005, III ZR 172/04). Verbindlich ist dein Vertrag.

Preiserhöhung: kündigen ohne Frist

Im Sondervertrag

Hat sich der Lieferant im Vertrag vorbehalten, Preise oder Bedingungen einseitig zu ändern, muss er dich vorher unterrichten: als Haushaltskunde spätestens einen Monat vor der Änderung, unmittelbar und mit Anlass, Voraussetzungen und Umfang der Erhöhung. Macht er von seinem Recht Gebrauch, kannst du ohne Einhaltung einer Frist zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen; ein Entgelt dafür darf er nicht verlangen (§ 41 Abs. 5 EnWG). Das gilt auch, wenn er nicht den Preis, sondern seine Leistungen ändert. Kein Sonderkündigungsrecht gibt es, wenn er nur eine gesetzliche Änderung der Umsatzsteuer unverändert weitergibt oder gesunkene Steuern, Abgaben und Umlagen unverändert als Preissenkung weiterreicht (§ 41 Abs. 6 EnWG).

In der Grundversorgung

Der Grundversorger darf seine Allgemeinen Preise nur zum Monatsbeginn ändern. Er muss die Änderung mindestens sechs Wochen vorher öffentlich bekanntgeben, dir zeitgleich einen Brief schicken und auf deine Rechte hinweisen (§ 5 Abs. 2 StromGVV). Du kannst dann ohne Frist zum Tag der Änderung kündigen. Mehr noch: Weist du innerhalb eines Monats nach Zugang deiner Kündigung nach, dass du einen neuen Liefervertrag geschlossen hast, gilt der höhere Preis für dich gar nicht (§ 5 Abs. 3 StromGVV; für Gas gleichlautend § 5 Abs. 3 GasGVV).

Ein Beispiel

Am Montag, 16. November 2026, bekommst du die Mitteilung, dass dein Gaspreis zum Freitag, 1. Januar 2027, steigt. Kündigst du, endet der Vertrag zu diesem Termin; den neuen Preis zahlst du nicht. Da die Kündigung zum Termin der Änderung wirkt, sollte sie vor dem 1. Januar ankommen. Schließ den neuen Vertrag gleich mit – dann übernimmt der neue Lieferant die Belieferung nahtlos.

Was du sonst gegen Preiserhöhungen tun kannst, steht im Ratgeber Preiserhöhung: was tun.

Hand drückt einen runden Porzellan-Lichtschalter an einer weißen Wand im Flur
Bild: KI-generiert

Umzug: sechs Wochen Frist – oder Mitnahme

Ziehst du um, darfst du deinen Sondervertrag außerordentlich mit sechs Wochen Frist kündigen, wirksam zum Auszug oder zu einem späteren Tag. Nenne in der Kündigung deine künftige Anschrift oder die Identifikationsnummer der neuen Entnahmestelle. Das Recht entfällt, wenn der Lieferant dir binnen zwei Wochen nach Erhalt der Kündigung in Textform anbietet, dich am neuen Wohnsitz zu den bisherigen Bedingungen weiter zu beliefern, und die Belieferung dort möglich ist (§ 41b Abs. 5 EnWG).

Beispiel: Du ziehst am Mittwoch, 31. März 2027, aus. Damit der Vertrag zum Auszug endet, muss die Kündigung spätestens am Mittwoch, 17. Februar 2027, beim Lieferanten sein. Bist du in der Grundversorgung, reichen die normalen zwei Wochen. Für die neue Wohnung schließt du den Vertrag am besten vor dem Einzug: Rückwirkend lässt sich ein Stromlieferant nicht wechseln. Ziehst du ohne Vertrag ein, entsteht mit der ersten Entnahme ein Grundversorgungsvertrag, den du dem Grundversorger in Textform meldest; ein neuer Lieferant kann dich dann nur für die Zukunft beliefern. Bei Gas kann die Belieferung beim Ein- oder Auszug ausnahmsweise bis zu sechs Wochen rückwirkend zugeordnet werden, wenn der Vertrag schon vorher geschlossen war. Wochenlangen Vorlauf für die bloße Meldung von Ein- und Auszug verlangt die 24-Stunden-Festlegung der Bundesnetzagentur dagegen nicht; die sechs Wochen Kündigungsfrist für deinen alten Vertrag bleiben davon unberührt. Was beim Umzug sonst ansteht, sammelt die Lebenslage Umzug; ein Schreiben gibt es unter Kündigung bei Umzug.

Anbieter wechseln: so läuft es

  1. Daten bereitlegenZählernummer, Kundennummer und die Identifikationsnummer der Entnahmestelle stehen auf deiner Rechnung (§ 40 Abs. 2 EnWG). Lies am Wechseltag den Zählerstand ab.
  2. Neuen Vertrag schließenDer neue Lieferant muss dir unverzüglich in Textform bestätigen, ob und ab wann er liefern kann (§ 20a Abs. 1 EnWG).
  3. Alten Vertrag kündigenSelbst oder durch den neuen Lieferanten, wenn du ihn dazu bevollmächtigst. Der bisherige Lieferant muss den Zugang der Kündigung unverzüglich in Textform bestätigen (§ 41 Abs. 8 EnWG), bei Sonderverträgen binnen einer Woche mit Angabe des Vertragsendes (§ 41b Abs. 1 EnWG), in der Grundversorgung unverzüglich (§ 20 Abs. 2 StromGVV).
  4. Wechsel abwartenDas Verfahren darf höchstens drei Wochen ab der Anmeldung beim Netzbetreiber dauern, außer der Liefertermin liegt später. Seit dem 1. Januar 2026 muss der technische Wechsel binnen 24 Stunden vollzogen und an jedem Werktag möglich sein; beim Strom gilt das nach einer Festlegung der Bundesnetzagentur schon seit dem 6. Juni 2025. Zusätzliche Kosten dürfen dir nicht entstehen (§ 20a Abs. 2 EnWG, § 20a Abs. 3 EnWG). An den Kündigungsfristen deines Vertrags ändert der schnelle Wechsel nichts.
  5. Verzögerung festhaltenDauert der Wechsel länger, kannst du Schadensersatz von dem verlangen, der die Verzögerung zu vertreten hat; der muss beweisen, dass ihn keine Schuld trifft (§ 20a Abs. 4 EnWG).

Strom- und Gasanbieter im Verzeichnis

Für jeden Anbieter im Verzeichnis stehen der Kündigungsweg, die Anschrift für Briefe und die Fristen je Tarif, geprüft an den Angaben des Anbieters. Achte auf den Namen deines Vertragspartners: Er steht im Vertrag und auf der Rechnung.

Kündigungsschreiben

Nenne Kundennummer, Zählernummer und Lieferanschrift und kündige „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ oder, bei einer Preiserhöhung, zum Tag der Änderung. Bitte um eine Bestätigung mit Vertragsende und gib den Zählerstand zum Lieferende an, sobald du ihn hast. Per Post lohnt ein Einwurf-Einschreiben; schick Briefe mindestens eine Woche vor Fristende ab. Wie du den Zugang belegst, steht im Ratgeber Zugang beweisen.

Werkzeug

Kündigungsschreiben erstellen

Felder ausfüllen, Brief prüfen, drucken oder als E-Mail senden. Alles bleibt in deinem Browser – nichts wird übertragen oder gespeichert.

1. Art der Kündigung
2. Empfänger
Die richtige Anschrift steht im Vertrag, auf der Rechnung oder im Impressum des Anbieters.
3. Vertragsdaten
4. Absender
5. Zusätze

[Vor- und Nachname] · [Straße und Hausnummer] · [PLZ Ort]

[Name des Anbieters]
[Straße und Hausnummer]
[PLZ Ort]

[Ort], 22. Oktober 2026

Kündigung meines Vertrags – Kundennummer [Kundennummer]

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meinen Vertrag mit der Kundennummer [Kundennummer] fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieser Kündigung und das Datum, zu dem der Vertrag endet, schriftlich.

Das Ihnen erteilte SEPA-Lastschriftmandat widerrufe ich mit Wirkung zum Vertragsende.

Einer Kontaktaufnahme zu Werbe- oder Rückgewinnungszwecken widerspreche ich; eine etwa erteilte Einwilligung widerrufe ich.

Mit freundlichen Grüßen

[Vor- und Nachname]

Per Post: unterschreiben und mit Nachweis versenden, etwa als Einwurf-Einschreiben. Per E-Mail genügt Textform (§ 126b BGB), sofern der Vertrag nicht die Schriftform verlangt – Mietverträge und Arbeitsverträge brauchen eine Unterschrift auf Papier. Damit nichts mehr abgebucht wird, kannst du Lastschriften dieses Empfängers zusätzlich bei deiner Bank sperren lassen (Art. 5 Abs. 3 SEPA-Verordnung).

Typische Probleme

Keine Bestätigung: Wirksam ist die Kündigung mit ihrem Zugang, nicht mit der Bestätigung. Bleibt die Bestätigung aus, obwohl der Lieferant sie schuldet, fordere sie schriftlich an (Kündigungsbestätigung) und heb deinen Versandbeleg auf.

Gebühr für die Kündigung verlangt: In der Grundversorgung darf der Versorger für die Kündigung kein gesondertes Entgelt verlangen, gerade auch nicht wegen eines Lieferantenwechsels (§ 20 Abs. 3 StromGVV). Der Wechsel selbst darf keine zusätzlichen Kosten auslösen, und für eine Sonderkündigung nach einer Vertragsänderung ist kein Entgelt erlaubt.

Dein Lieferant stellt die Belieferung ein: Kann deine Entnahme keinem Liefervertrag mehr zugeordnet werden, gilt die Energie als vom Grundversorger geliefert – in der sogenannten Ersatzversorgung. Sie endet, sobald du einen neuen Vertrag hast, spätestens nach drei Monaten. Für sie darf der Grundversorger eigene Preise veröffentlichen und zum 1. und 15. eines Monats neu festlegen (§ 38 EnWG); laut Bundesnetzagentur ist sie meist teurer. Such dir deshalb zügig einen neuen Vertrag. Vorsicht bei Tarifen mit Vorkasse: Wird der Lieferant zahlungsunfähig, können Vorauszahlungen verloren sein.

Bonus und Laufzeit: Ob ein Neukundenbonus auch bei vorzeitigem Ende gezahlt wird oder ob ein Lieferant ihn bei einer Kündigung im ersten Jahr zurückverlangt, regeln die Bonusbedingungen; die Zusammenfassung zum Vertrag muss Bonusvereinbarungen nennen. Beispiele stehen auf den Anbieterseiten im Verzeichnis. Prüf das, bevor du in den ersten Monaten wechselst.

Gerade erst abgeschlossen: Einen Vertrag, den du online, am Telefon oder an der Haustür geschlossen hast, kannst du binnen 14 Tagen widerrufen. Die Frist beginnt bei Strom und Gas mit dem Vertragsschluss. Hast du ausdrücklich verlangt, dass die Belieferung schon vorher beginnt, und wurdest du richtig belehrt, schuldest du Wertersatz für die gelieferte Energie (§ 357a Abs. 2 BGB). Den Unterschied erklärt Widerruf oder Kündigung; die Frist rechnet der Widerrufsfrist-Rechner.

Streit mit dem Lieferanten: Für Verbraucherbeschwerden gibt es eine Schlichtungsstelle für Energie, auf die dein Vertrag hinweisen muss (§ 41 Abs. 1 EnWG). Einen Überblick gibt Schlichtungsstellen. Heizt du mit Fernwärme, gelten andere Regeln: Fernwärme kündigen.

Quellen

Häufige Fragen

Wem schicke ich die Kündigung, wenn ich über ein Vergleichsportal abgeschlossen habe?

Dem Lieferanten, mit dem du den Vertrag hast, nicht dem Portal. Name und ladungsfähige Anschrift des Lieferanten müssen im Vertrag stehen (§ 41 Abs. 1 EnWG), und auch jede Rechnung nennt sie (§ 40 Abs. 2 EnWG).

Gibt es ein Sonderkündigungsrecht, wenn ich von Gas auf eine Wärmepumpe umsteige?

Ein eigenes Kündigungsrecht dafür enthalten weder das EnWG noch die GasGVV. In der Grundversorgung kündigst du ohnehin mit zwei Wochen Frist, einen Sondervertrag zum Ende der Laufzeit. Anders ist es bei Fernwärme: Dort erlaubt § 3 AVBFernwärmeV eine Kündigung mit zwei Monaten Frist, wenn du auf erneuerbare Energien umstellst.

Wann bekomme ich mein Guthaben aus den Abschlägen zurück?

Die Abschlussrechnung muss spätestens sechs Wochen nach dem Ende der Belieferung kommen. Ein Guthaben daraus ist binnen zwei Wochen auszuzahlen (§ 40c Abs. 2 und 3 EnWG).

Kann ich ein Zusatzpaket kündigen und den Strom behalten?

Ja. Ist im Energieliefervertrag zusätzlich ein anderes Produkt oder eine Leistung vereinbart, etwa ein Wartungs- oder Smart-Home-Paket, darfst du diese gebündelten Teile separat kündigen (§ 41 Abs. 1 EnWG).

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Bei Streit helfen die Verbraucherzentralen, eine Schlichtungsstelle oder ein Anwalt.

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