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Private Zusatzversicherung kündigen
Private Zusatzversicherungen kündigst du mit drei Monaten Frist zum Ende des Versicherungsjahres, frühestens nach einer vereinbarten Mindestdauer. Erhöht der Versicherer den Beitrag, kannst du binnen zwei Monaten zum Tag der Erhöhung kündigen. Willst du wechseln, schließ den neuen Vertrag zuerst ab: Mit dem Ende des alten Vertrags endet auch der Schutz für laufende Behandlungen, und der neue zahlt erst nach den Wartezeiten.

Diese Seite ist für alle, die zusätzlich zur gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung einen privaten Zusatztarif haben: Zahnzusatz, Krankenhauszusatz für Chefarzt und Zweibettzimmer, Krankenhaus- oder Krankentagegeld, Pflegezusatz oder eine Auslandsreise-Krankenversicherung. Sie zeigt, welche Fristen gelten, wann der Versicherer selbst kündigen darf und wie du ohne Lücke den Anbieter wechselst – mit einem durchgerechneten Fahrplan samt Wartezeiten. Für die private Vollversicherung gibt es eine eigene Seite: Private Krankenversicherung kündigen.
Was für Zusatzversicherungen gilt
Zusatztarife sind rechtlich Krankenversicherungen: Zahn- und Krankenhauszusatz sind Krankheitskostenversicherungen, die nur einen Teil der Kosten erstatten, daneben gibt es Krankenhaustagegeld, Krankentagegeld und Pflegezusatz als Pflegekrankenversicherung (§ 192 VVG). Für die Kündigung gelten deshalb die Regeln der Krankenversicherung, nicht die allgemeinen Versicherungsregeln:
- Ordentlich: Ist der Vertrag für mehr als ein Jahr geschlossen, kannst du zum Ende jedes Versicherungsjahres mit drei Monaten Frist kündigen (§ 205 Abs. 1 VVG). Bei Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldtarifen kann eine Mindestversicherungsdauer vereinbart sein; die Musterbedingungen des PKV-Verbands sehen höchstens zwei Jahre vor (§ 13 Abs. 1 MB/KK 2009).
- Nach einer Beitragserhöhung oder Leistungskürzung: innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Mitteilung, mit Wirkung zum Zeitpunkt der Änderung (§ 205 Abs. 4 VVG).
- Teilweise: Du kannst einzelne Tarife oder einzelne mitversicherte Personen kündigen und den Rest behalten (§ 205 Abs. 1 VVG).
- Kein Nachweis nötig: Eine Anschlussversicherung musst du nur bei der Vollversicherung nachweisen, die deine Pflicht zur Krankenversicherung erfüllt (§ 205 Abs. 6 VVG). Einen Zusatztarif kannst du ersatzlos beenden.
Der Versicherer darf einen Krankenhaustagegeld- oder einen Krankheitskosten-Teiltarif wie den Zahnzusatz nur in den ersten drei Versicherungsjahren mit drei Monaten Frist zum Ende eines Versicherungsjahres kündigen (§ 206 Abs. 2 VVG); danach ist er gebunden. Ein Krankenhaustagegeld neben einer privaten Vollversicherung darf er gar nicht ordentlich kündigen (§ 206 Abs. 1 VVG). Für die Form verlangen die Musterbedingungen Textform (§ 16 MB/KK 2009); nach dem Versicherungsvertragsgesetz darf der Vertrag auch Schriftform vorsehen (§ 208 VVG). Für Verträge seit dem 1. Oktober 2016 dürfen Bedingungen aber grundsätzlich keine strengere Form als die Textform verlangen (§ 309 Nr. 13 BGB); welche Regel vorgeht, hat noch kein Gericht entschieden. Auch eine vereinbarte Schriftform ist im Zweifel mit einer E-Mail gewahrt (§ 127 Abs. 2 BGB); sicher ist der unterschriebene Brief mit Zugangsnachweis.
Die Zusatztarife im Überblick
| Tarif | Deine Kündigung | Kündigung durch den Versicherer | Worauf du achten musst |
|---|---|---|---|
| Zahnzusatz | 3 Monate zum Ende des Versicherungsjahres, nach der Mindestdauer | nur in den ersten 3 Versicherungsjahren | neue Verträge: besondere Wartezeit für Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie bis 8 Monate (§ 197 Abs. 1 VVG) |
| Krankenhauszusatz (Wahlleistungen) | wie Zahnzusatz | nur in den ersten 3 Versicherungsjahren | allgemeine Wartezeit bis 3 Monate, nicht bei Unfällen (§ 3 MB/KK 2009) |
| Krankenhaustagegeld | wie Zahnzusatz | in den ersten 3 Jahren; neben Vollversicherung nie | Leistung nur bei stationärer Behandlung (§ 192 Abs. 4 VVG) |
| Krankentagegeld | 3 Monate zum Ende des Versicherungsjahres | laut Bedingungen; zur privaten Vollversicherung ausgeschlossen, ohne Arbeitgeberzuschuss nur in den ersten 3 Jahren (§ 206 Abs. 1 VVG) | kann mit dem 65. Geburtstag enden, Anspruch auf Anschlussvertrag (§ 196 VVG) |
| Pflegezusatz (Pflegetagegeld, Pflegekosten) | 3 Monate zum Ende des Versicherungsjahres | laut Bedingungen | Wartezeit bis 3 Jahre; eine Alterungsrückstellung bleibt beim Versicherer |
| Geförderte Pflegezusatzversicherung („Pflege-Bahr“) | 3 Monate zum Ende des Versicherungsjahres; bei Hilfebedürftigkeit rückwirkend | verzichtet auf ordentliche Kündigung (§ 127 Abs. 2 SGB XI) | Wartezeit bis 5 Jahre; staatliche Zulage 5 Euro im Monat |
| Auslandsreise-Krankenversicherung | Einzelreise endet von selbst; Jahrespolice laut Vertrag | laut Vertrag | Laufzeiten dürfen vereinbart werden (§ 195 Abs. 2 VVG) |
Wechsel-Fahrplan: erst neu abschließen, dann kündigen
Bei Zusatztarifen kostet eine Lücke schnell Geld. Zwei Regeln aus den Musterbedingungen erklären, warum: Für Versicherungsfälle vor Beginn des Schutzes und in der Wartezeit zahlt der neue Versicherer nicht (§ 2 MB/KK 2009), und mit dem Ende des alten Vertrags endet dessen Schutz auch für schwebende Versicherungsfälle, also laufende Behandlungen (§ 7 MB/KK 2009). Wer erst kündigt und dann sucht, kann zwischen beiden Verträgen ohne Schutz dastehen.
Beispiel: Du hast seit dem 1. Januar 2022 einen Zahnzusatz; dein Versicherungsjahr ist das Kalenderjahr. Heute ist der 5. Oktober 2026, und du willst zu einem anderen Anbieter wechseln.
| Schritt | Datum | Grund |
|---|---|---|
| Neuer Vertrag beginnt | 1. November 2026 | Antrag jetzt stellen; Wartezeiten rechnen ab Versicherungsbeginn (§ 3 MB/KK 2009) |
| Allgemeine Wartezeit endet, falls vereinbart (3 Monate) | 31. Januar 2027 | § 197 Abs. 1 VVG |
| Wartezeit für Zahnersatz endet, falls vereinbart (8 Monate) | 30. Juni 2027 | § 197 Abs. 1 VVG |
| Kündigung des alten Vertrags muss ankommen | spätestens 30. September 2027 | drei Monate vor Ende des Versicherungsjahres (§ 205 Abs. 1 VVG) |
| Alter Vertrag endet | 31. Dezember 2027 | Ende des Versicherungsjahres |
Der Termin 31. Dezember 2026 ist verpasst, denn die Kündigung hätte bis 30. September 2026 ankommen müssen. Du zahlst deshalb 14 Monate lang zwei Beiträge, bist aber während der Wartezeiten des neuen Vertrags über den alten geschützt. Kündigst du stattdessen sofort zum 31. Dezember 2027 und schließt erst im Herbst 2027 neu ab, liegen etwaige Wartezeiten des neuen Vertrags im Jahr 2028 – in dieser Zeit wäre Zahnersatz nicht versichert. Erhöht der alte Versicherer vorher den Beitrag, kommst du mit dem Sonderkündigungsrecht schneller heraus.
Sonderkündigung nach Beitragserhöhung
Erhöht der Versicherer den Beitrag oder kürzt er Leistungen, kannst du innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Mitteilung kündigen, mit Wirkung zum Zeitpunkt der Änderung (§ 205 Abs. 4 VVG). Nach den Musterbedingungen kannst du bei einer Beitragserhöhung auch schon bis zu ihrem Wirksamwerden kündigen (§ 13 Abs. 5 MB/KK 2009). Beispiel: Die Mitteilung über eine Erhöhung deines Pflegetagegeldtarifs zum 1. Januar 2027 kommt am 20. November 2026 an. Du kannst bis zum 20. Januar 2027 kündigen; der Vertrag endet dann mit Wirkung zum 1. Januar 2027, die Erhöhung zahlst du nicht.
Ist dein Tarif wie die Vollversicherung nach Art der Lebensversicherung kalkuliert und darf der Versicherer ihn nicht ordentlich kündigen, gelten für die Erhöhung strenge Regeln: Eine Rechnungsgrundlage muss sich dauerhaft verändert haben, ein Treuhänder muss zustimmen, und die Mitteilung muss die maßgeblichen Gründe nennen (§ 203 VVG). Fehlt die Angabe, welche Rechnungsgrundlage sich verändert hat, wirkt die Erhöhung erst ab dem Zeitpunkt, zu dem der Versicherer die Begründung nachholt (BGH, 16.12.2020, IV ZR 294/19). Weitere Sonderrechte vergleicht der Ratgeber Sonderkündigungsrecht.
Pflegezusatz und Pflege-Bahr
Ist dein Pflegezusatztarif mit Alterungsrückstellungen kalkuliert, damit der Beitrag im Alter stabil bleibt, gilt: Eine Mitnahme dieser Rückstellung zu einem anderen Versicherer sieht das Gesetz nur für die private Vollversicherung vor (§ 204 Abs. 1 VVG); kündigst du den Pflegezusatz, bleibt sie beim alten Versicherer. Wird der Tarif nach Art der Lebensversicherung betrieben, kannst du einen gekündigten Vertrag als Anwartschaftsversicherung fortführen (§ 204 Abs. 5 VVG); frag nach, was sie kostet und unter welchen Bedingungen der volle Schutz wieder auflebt. Die Wartezeit in der Pflegekrankenversicherung darf höchstens drei Jahre betragen (§ 197 Abs. 1 VVG) – ein Wechsel im fortgeschrittenen Alter kann also teuer und lückenhaft werden.
Für die staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung („Pflege-Bahr“) gelten Sonderregeln: Wer mindestens 10 Euro im Monat zahlt, bekommt 5 Euro Zulage; der Versicherer verzichtet auf das ordentliche Kündigungsrecht, auf Risikoprüfung und Leistungsausschlüsse, und die Wartezeit beträgt höchstens fünf Jahre. Wirst du hilfebedürftig im Sinne des Zweiten oder Zwölften Sozialgesetzbuchs (Grundsicherung, Sozialhilfe), kannst du den Vertrag mindestens drei Jahre ruhen lassen oder ihn binnen drei Monaten rückwirkend kündigen (§ 127 SGB XI).

Auslandsreise-Krankenversicherung
Für Auslands- und Reisekrankenversicherungen dürfen feste Laufzeiten vereinbart werden (§ 195 Abs. 2 VVG). Eine Police für eine einzelne Reise endet deshalb von selbst. Verlängert sich eine Jahrespolice automatisch, darf die Verlängerung jeweils höchstens ein Jahr betragen, die Kündigungsfrist liegt zwischen einem und drei Monaten und ist für beide Seiten gleich (§ 11 VVG). Wann deine Police verlängert wird und welche Frist gilt, steht im Versicherungsschein; mehr dazu unter Reiseversicherung kündigen.
Typische Probleme
Mitversicherte Familie: Kündigst du einen Zusatztarif für deinen Partner oder ein volljähriges Kind, wird die Kündigung erst wirksam, wenn die Person davon erfahren hat; sie kann den Tarif binnen zwei Monaten im eigenen Namen fortführen (§ 207 Abs. 2 VVG). Gib ihr eine Kopie der Kündigung.
Versicherer kündigt nach Leistungsfällen: In den ersten drei Jahren darf er Zahn- und Krankenhaustarife ordentlich kündigen. Danach nur noch, wenn ein gesetzlicher Grund für eine außerordentliche Kündigung vorliegt.
Todesfall: Stirbt eine versicherte Person, endet der Vertrag nach den Musterbedingungen insoweit von selbst (§ 15 MB/KK 2009); stirbt der Versicherungsnehmer, können die übrigen Versicherten ihn fortsetzen (§ 207 Abs. 1 VVG). Was sonst zu regeln ist, steht unter Todesfall.
Keine Bestätigung: Fordere eine Bestätigung mit dem Vertragsende an und sichere den Zugangsnachweis. Werden danach noch Beiträge abgebucht, hilft der Ratgeber Lastschrift zurückholen.
Versicherer im Verzeichnis
Für jeden Versicherer im Verzeichnis stehen Kündigungsweg und Anschrift aus den Angaben des Unternehmens. Welche Gesellschaft dein Vertragspartner ist, etwa eine eigene Krankenversicherungs-AG der Gruppe, steht im Versicherungsschein.
- ADAC Versicherungonline kündbarPost
- AGILAonline kündbarPost
- Allianzonline kündbarPost
- Allianz Directonline kündbarPost
- Alte Leipzigeronline kündbarPost
- Ammerländer Versicherungonline kündbarPost
- ARAGonline kündbarPost
- AXAPost
- BaloisePost
- Barmeniaonline kündbarPost
- CLARKPost
- ConcordiaPost
- ContinentalePost
- CosmosDirektonline kündbarPost
- DA Direktonline kündbarPost
- DebekaPost
- DEVKonline kündbarPost
- DFV Deutsche Familienversicherungonline kündbarPost
- Die BayerischePost
- Die HaftpflichtkassePost
- DKVonline kündbarPost
- ERGOonline kündbarPost
- Fielmann (Brillenversicherung)Post
- FRIDAYonline kündbarPost
- GeneraliPost
- GetsafePost
- Gothaeronline kündbarPost
- HanseMerkuronline kündbarPost
- HDIonline kündbarPost
- HelvetiaPost
- HUK-COBURGPost
- HUK24online kündbarPost
- IDEAL VersicherungPost
- INTER VersicherungPost
- InterRiskPost
- LVM VersicherungPost
- NÜRNBERGER Versicherungonline kündbarPost
- Provinzialonline kündbarPost
- R+Vonline kündbarPost
- SIGNAL IDUNAPost
- Stuttgarter VersicherungPost
- SV SparkassenVersicherungonline kündbarPost
- Swiss LifePost
- Versicherungskammer BayernPost
- Vertionline kündbarPost
- VGHPost
- VHVonline kündbarPost
- Wertgarantieonline kündbarPost
- WGVonline kündbarPost
- WWKPost
- Württembergischeonline kündbarPost
- Würzburger Versicherungonline kündbarPost
- ZurichPost
- ÖRAGPost
Kündigungsschreiben
Nenn die Versicherungsnummer, den Tarif und die versicherten Personen, die du kündigst, und den Termin – „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ oder bei einer Beitragserhöhung „zum Zeitpunkt der Beitragserhöhung am …“. Eine allgemeine Vorlage für Versicherungen steht unter Versicherung kündigen.
Werkzeug
Kündigungsschreiben erstellen
Felder ausfüllen, Brief prüfen, drucken oder als E-Mail senden. Alles bleibt in deinem Browser – nichts wird übertragen oder gespeichert.
[Vor- und Nachname] · [Straße und Hausnummer] · [PLZ Ort]
[Name des Anbieters]
[Straße und Hausnummer]
[PLZ Ort]
[Ort], 22. Oktober 2026
Kündigung meines Vertrags – Kundennummer [Kundennummer]
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich meinen Vertrag mit der Kundennummer [Kundennummer] fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieser Kündigung und das Datum, zu dem der Vertrag endet, schriftlich.
Das Ihnen erteilte SEPA-Lastschriftmandat widerrufe ich mit Wirkung zum Vertragsende.
Einer Kontaktaufnahme zu Werbe- oder Rückgewinnungszwecken widerspreche ich; eine etwa erteilte Einwilligung widerrufe ich.
Mit freundlichen Grüßen
[Vor- und Nachname]
Per Post: unterschreiben und mit Nachweis versenden, etwa als Einwurf-Einschreiben. Per E-Mail genügt Textform (§ 126b BGB), sofern der Vertrag nicht die Schriftform verlangt – Mietverträge und Arbeitsverträge brauchen eine Unterschrift auf Papier. Damit nichts mehr abgebucht wird, kannst du Lastschriften dieses Empfängers zusätzlich bei deiner Bank sperren lassen (Art. 5 Abs. 3 SEPA-Verordnung).
Quellen
- § 192 VVG – Vertragstypische Leistungen des Versicherers
- § 195 VVG – Versicherungsdauer
- § 196 VVG – Befristung der Krankentagegeldversicherung
- § 197 VVG – Wartezeiten
- § 203 VVG – Prämien- und Bedingungsanpassung
- § 204 VVG – Tarifwechsel
- § 205 VVG – Kündigung des Versicherungsnehmers
- § 206 VVG – Kündigung des Versicherers
- § 207 VVG – Fortsetzung des Versicherungsverhältnisses
- § 208 VVG – Abweichende Vereinbarungen
- § 11 VVG – Verlängerung, Kündigung
- § 127 BGB – Vereinbarte Form
- § 309 BGB – Klauselverbote ohne Wertungsmöglichkeit (Nr. 13: Form von Anzeigen und Erklärungen)
- Art. 229 § 37 EGBGB – Übergangsvorschrift zu § 309 Nr. 13 BGB
- § 127 SGB XI – Pflegevorsorgezulage; Fördervoraussetzungen
- BGH, Pressemitteilung Nr. 161/2020 zu den Urteilen vom 16.12.2020, IV ZR 294/19 und IV ZR 314/19 – abgerufen am 05.10.2026
- PKV-Verband: Musterbedingungen 2009 für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung (MB/KK 2009), Stand Juni 2024 (Verbandsquelle) – abgerufen am 05.10.2026
Häufige Fragen
Kann ich nur einen Tarif aus meinem Zusatzpaket kündigen?
Ja. Die Kündigung kann auf einzelne Tarife oder einzelne versicherte Personen beschränkt werden (§ 205 Abs. 1 Satz 2 VVG); die übrigen Tarife laufen weiter.
Bekomme ich Beiträge zurück, wenn ich die Zusatzversicherung nie genutzt habe?
Nur, wenn dein Tarif eine Beitragsrückerstattung vorsieht; das steht in den Tarifbedingungen. Einen gesetzlichen Anspruch darauf gibt es nicht.
Darf der neue Versicherer nach Vorerkrankungen fragen?
Ja. Bei einem neuen Vertrag darf er Gesundheitsfragen stellen und je nach Antwort einen Risikozuschlag oder einen Leistungsausschluss vereinbaren (§ 203 Abs. 1 VVG). Eine Ausnahme gilt für die geförderte Pflegezusatzversicherung, bei der die Risikoprüfung ausgeschlossen ist.
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Bei Streit helfen die Verbraucherzentralen, eine Schlichtungsstelle oder ein Anwalt.
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