VerträgeVertragsart
Handyvertrag kündigen
Einen Handyvertrag kündigst du mit höchstens einem Monat Frist – zum Ende der Mindestlaufzeit oder, wenn sie vorbei ist, jederzeit. Ändert der Anbieter den Vertrag einseitig oder ist das mobile Internet nachweislich viel zu langsam, kannst du ohne Kündigungsfrist kündigen. Deine Rufnummer nimmst du kostenlos mit.

Diese Seite ist für alle, die einen Mobilfunkvertrag beenden wollen – mit oder ohne Handy, mit Mindestlaufzeit oder als Prepaid-Tarif. Sie zeigt, welche Frist für deinen Vertrag gilt, rechnet ein Beispiel bis zum letzten Kündigungstag durch und erklärt die Sonderkündigungsrechte aus dem Telekommunikationsgesetz (TKG). Am Ende stehen der Weg zur Rufnummernmitnahme und ein Kündigungsschreiben.
Was für Handyverträge gilt
Für Mobilfunkverträge gelten zwei Regelwerke nebeneinander: das TKG und die Regeln des BGB für Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), also die vorformulierten Vertragsbedingungen des Anbieters. Zusammen ergeben sie vier Grundsätze:
- Höchstens 24 Monate am Anfang: Länger darf dich ein Verbrauchervertrag nicht binden. Der Anbieter muss außerdem einen Vertrag mit höchstens zwölf Monaten Laufzeit anbieten (§ 56 Abs. 1 TKG). Dafür genügt es nach dem Bundesgerichtshof, dass ein solcher Tarif im Angebot des Unternehmens steht – er muss nicht in jeder Werbung auftauchen (BGH, Urteil vom 21. Mai 2026, III ZR 220/25).
- Höchstens ein Monat Frist zum Laufzeitende: Für Verträge, die seit dem 1. März 2022 geschlossen wurden, darf die Kündigungsfrist zum Ende der Mindestlaufzeit nicht länger als einen Monat sein (§ 309 Nr. 9 BGB).
- Danach jederzeit mit einem Monat: Verlängert sich der Vertrag automatisch, kannst du ihn ab dann jederzeit mit einem Monat Frist kündigen (§ 56 Abs. 3 TKG). Vor der Verlängerung muss dich der Anbieter auf einem dauerhaften Datenträger, etwa per E-Mail oder Brief, darauf hinweisen.
- Online kündbar: Lässt sich ein Vertrag dieser Art auf der Webseite des Anbieters abschließen, muss es dort einen Kündigungsbutton geben (§ 312k BGB).
Die oft zitierten „drei Monate Kündigungsfrist“ stammen aus der Zeit vor 2022 und spielen heute praktisch keine Rolle mehr. Erstlaufzeiten über 24 Monate waren schon damals unzulässig. Jeder Verbrauchervertrag, der vor dem 1. März 2022 geschlossen wurde, hat seine Mindestlaufzeit deshalb längst hinter sich – und ist jederzeit mit einem Monat kündbar.
Fristen auf einen Blick
| Situation | Frist | Vertrag endet | Grundlage |
|---|---|---|---|
| Kündigung zum Ende der Mindestlaufzeit (Vertrag ab 1. März 2022) | laut Vertrag, höchstens 1 Monat | mit Ablauf der Mindestlaufzeit | § 309 Nr. 9 BGB, § 56 Abs. 1 TKG |
| Mindestlaufzeit vorbei, Vertrag hat sich verlängert | 1 Monat | einen Monat nach Zugang der Kündigung | § 56 Abs. 3 TKG |
| Tarif ohne Mindestlaufzeit, auch Prepaid | laut Vertragsbedingungen | wie dort vereinbart | Vertragszusammenfassung |
| Anbieter ändert den Vertrag einseitig zu deinem Nachteil | keine; Erklärung binnen 3 Monaten nach der Mitteilung | frühestens, wenn die Änderung wirksam wird | § 57 Abs. 1 TKG |
| Mobiles Internet nachweislich erheblich zu langsam | keine, in der Regel erst nach erfolgloser Frist zur Abhilfe | mit Zugang der Kündigung | § 57 Abs. 4 TKG, § 314 Abs. 2 BGB |
| Umzug, Anbieter bietet die Leistung am neuen Wohnsitz nicht an | 1 Monat | zum Auszug oder später | § 60 Abs. 2 TKG |
| Kündigungsbutton fehlt oder ist mangelhaft | keine | mit Zugang der Kündigung | § 312k Abs. 6 BGB |
Wie eine Frist gezählt wird – ab dem Tag nach dem Zugang, ohne Aufschub am Wochenende –, erklärt der Ratgeber Kündigungsfristen richtig berechnen.
Rechenbeispiel: bis wann muss die Kündigung ankommen?
Dein Handyvertrag hat am 15. März 2025 begonnen, mit 24 Monaten Mindestlaufzeit und einem Monat Kündigungsfrist. Die Laufzeit endet am 14. März 2027. Damit der Vertrag zu diesem Tag endet, muss deine Kündigung spätestens am 14. Februar 2027 beim Anbieter sein – nicht nur abgeschickt, sondern angekommen (§ 130 BGB).
- Vertragsbeginn
- Kündigung muss spätestens ankommen
- Ende der Mindestlaufzeit (24 Monate)
Verpasst du den Termin, kostet dich das heute kein ganzes Vertragsjahr mehr. Kommt deine Kündigung erst am 20. Februar 2027 an, endet der verlängerte Vertrag am 20. März 2027 – sechs Tage später als geplant. Wichtig ist nur, dass du überhaupt kündigst, am besten „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“. Mit deinen eigenen Daten rechnet der Rechner:
Rechner
Kündigungsfrist berechnen
Bis wann muss die Kündigung ankommen, und wann endet der Vertrag? Der Rechner fragt zuerst die Vertragsart – denn für Abos, Telefon, Versicherung und Strom gelten verschiedene Regeln.
Grundlage: § 187 und § 188 BGB, für Verträge ab 1. März 2022 § 309 Nr. 9 BGB, für Telefon und Internet § 56 TKG. Fällt der letzte Tag auf ein Wochenende oder einen Feiertag, verschiebt sich die Frist nicht (BGH, 17.02.2005, III ZR 172/04). Verbindlich ist dein Vertrag.
Wo Laufzeit und letzter Kündigungstag stehen
Oft musst du gar nicht selbst rechnen. Drei Unterlagen nennen die Daten, die du brauchst:
- Die Rechnung: Sie muss den Vertragsbeginn, das aktuelle Ende der Mindestlaufzeit, die Kündigungsfrist und den letzten Kalendertag nennen, an dem die Kündigung eingehen muss, um eine Verlängerung zu verhindern (§ 4 TKTransparenzV). Bei Verträgen mit einem Monat Laufzeit oder weniger entfällt diese Pflicht.
- Die Vertragszusammenfassung: Sie bekommst du vor Vertragsschluss; sie nennt die Laufzeit und die Bedingungen für Verlängerung und Kündigung (§ 54 Abs. 3 TKG).
- Die Information zum besten Tarif: Mindestens einmal im Jahr muss dich der Anbieter über den für dich günstigsten Tarif informieren (§ 57 Abs. 3 TKG). Auch diese Information muss Vertragsende und letzten Kündigungstag enthalten.
Weitere Wege sammelt der Ratgeber Vertragslaufzeit herausfinden.
Sonderkündigungsrechte
Preiserhöhung und andere Vertragsänderungen
Ändert der Anbieter die Vertragsbedingungen einseitig, darfst du ohne Kündigungsfrist und ohne Kosten kündigen (§ 57 Abs. 1 TKG). Ausgenommen sind nur Änderungen, die ausschließlich zu deinem Vorteil sind, rein verwaltungstechnisch ohne Nachteil für dich oder unmittelbar gesetzlich vorgeschrieben. Der Anbieter muss dich ein bis zwei Monate vorher auf einem dauerhaften Datenträger informieren und auf das Kündigungsrecht hinweisen (§ 57 Abs. 2 TKG). Ab Zugang dieser Mitteilung hast du drei Monate Zeit; der Vertrag endet frühestens an dem Tag, an dem die Änderung wirksam werden soll.
Das Kündigungsrecht macht eine Preiserhöhung aber nicht automatisch zulässig. Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass die EU-Vorschrift hinter § 57 TKG Anbietern kein eigenes Recht zur einseitigen Vertragsänderung gibt (EuGH, 10.09.2026, C-669/24). Ob eine Erhöhung wirksam ist, hängt also von deinem Vertrag ab. Was du tun kannst, erklärt der Ratgeber Preiserhöhung; das passende Schreiben steht unter Sonderkündigung wegen Preiserhöhung.
Mobiles Internet dauerhaft zu langsam
Weicht die Geschwindigkeit deines Tarifs erheblich, dauerhaft oder immer wieder von den Angaben des Anbieters ab, darfst du das Entgelt mindern – also anteilig weniger zahlen – oder ohne Kündigungsfrist kündigen (§ 57 Abs. 4 TKG). Den Nachweis führst du mit der kostenlosen App „Nachweisverfahren Mobilfunk“ der Bundesnetzagentur. Seit dem 20. April 2026 gelten dafür neue Regeln (Allgemeinverfügung Nr. 35/2026):
- höchstens 30 Messungen innerhalb von 14 Tagen nach dem Start, an höchstens fünf Messtagen und höchstens sechs je Tag;
- zwischen zwei Messungen mindestens fünf Minuten, zwischen der dritten und vierten Messung eines Tages mindestens drei Stunden;
- eine Minderleistung liegt vor, wenn nicht an mindestens drei von fünf Messtagen wenigstens einmal ein Mindestanteil der geschätzten maximalen Geschwindigkeit erreicht wird: 25 Prozent in Gebieten mit hoher, 15 Prozent mit mittlerer und 10 Prozent mit geringer Haushaltsdichte. Welche Stufe gilt, richtet sich nach einem Raster aus 300 mal 300 Meter großen Zellen.
Ein Beispiel: Dein Tarif nennt im Produktinformationsblatt geschätzt maximal 300 Mbit/s im Download. In einem dicht besiedelten Gebiet müsstest du an drei von fünf Messtagen jeweils mindestens einmal 75 Mbit/s messen, bei mittlerer Dichte 45 Mbit/s, bei geringer 30 Mbit/s. Gelingt das nicht, erhältst du ein Messprotokoll. Leg es dem Anbieter vor – laut Bundesnetzagentur sollte es nicht älter als vier Wochen sein – und setz eine Frist zur Abhilfe. Verstreicht sie erfolglos, kannst du kündigen (§ 314 Abs. 2 BGB). Wie stark du mindern darfst, legt das Gesetz nicht in Zahlen fest: Das Entgelt sinkt im Verhältnis der Abweichung.
Umzug
Ziehst du um, muss der Anbieter seine Leistung am neuen Wohnsitz zu den bisherigen Bedingungen weiter erbringen, soweit er sie dort anbietet. Er darf dafür ein Entgelt verlangen, höchstens so viel wie für einen Neuanschluss (§ 60 Abs. 1 TKG). Nur wenn er die vertraglich geschuldete Leistung am neuen Wohnsitz nicht anbietet, kannst du mit einem Monat Frist kündigen – auf Wunsch schon vorab zum Auszugstag (§ 60 Abs. 2 TKG). Frag beim Anbieter schriftlich nach und heb die Antwort auf. Die früher genannten drei Monate Frist gelten seit Dezember 2021 nicht mehr. Was sonst beim Umzug ansteht, sammelt die Lebenslage Umzug.
Kein funktionierender Kündigungsbutton
Fehlt der Button, führt er nicht direkt zur Bestätigungsseite oder fehlen dort Pflichtangaben, darfst du jederzeit und ohne Frist kündigen (§ 312k Abs. 6 BGB). Ob ein Anbieter vor der Kündigung Login und Passwort verlangen darf, ist offen: Das Kammergericht hält das für unzulässig, der Bundesgerichtshof verhandelt darüber am 5. November 2026. Mehr im Ratgeber Kündigungsbutton.

Rufnummer mitnehmen
Deine Nummer kannst du zu einem neuen Anbieter mitnehmen; Fachleute nennen das Portierung. Seit dem 1. Dezember 2021 dürfen dir dafür keine direkten Entgelte berechnet werden (§ 59 Abs. 7 TKG). Die früher üblichen Gebühren, zuletzt höchstens 6,82 Euro, sind Geschichte.
- Neuen Vertrag abschließenBeauftrage dort die Rufnummernmitnahme. Der neue Anbieter leitet den Wechsel und holt die Nummer beim bisherigen ab (§ 59 Abs. 1 TKG).
- Alten Vertrag kündigen – oder schon vorher wechselnIm Mobilfunk kannst du die Nummer jederzeit mitnehmen, auch vor dem Vertragsende. Der alte Vertrag läuft dann bis zu seinem Ende weiter; auf Wunsch teilt dir der bisherige Anbieter dafür eine neue Nummer zu (§ 59 Abs. 6 TKG).
- Frist im Blick behaltenNach dem Vertragsende kannst du die Mitnahme noch einen Monat lang beantragen. Viele Vertragsbedingungen lassen mehr Zeit; laut Bundesnetzagentur sind 90 Tage häufig.
- Wechseltag prüfenMitnahme und Freischaltung müssen am vereinbarten Tag erfolgen, spätestens am folgenden Arbeitstag, also Montag bis Freitag ohne Feiertage. Dauert es länger, schuldet dir der verantwortliche Anbieter 10 Euro Entschädigung je Tag.
Welcher Tarif und welches Netz danach passen, zeigt der Tarifvergleich von handy.rocks.
Typische Probleme
Handy noch nicht abbezahlt: Kündigst du vorzeitig aus einem gesetzlichen Grund, etwa wegen einer Vertragsänderung, darf der Anbieter außer einem Wertersatz für ein Gerät aus dem Vertrag, das du behältst, keine Entschädigung verlangen. Der Wertersatz ist auf den zeitanteiligen Gerätewert bei Vertragsschluss und auf die noch offenen Entgelte begrenzt. Spätestens mit der Zahlung muss der Anbieter eine Netzsperre (SIM-Lock) kostenlos aufheben (§ 56 Abs. 4 TKG). Läuft das Handy über einen eigenen Ratenkaufvertrag, prüf in den Unterlagen, was mit den restlichen Raten passiert.
Vorzeitig verlängert: Bietet dir der Anbieter an, den Vertrag schon während der Laufzeit „im Anschluss“ um weitere 24 Monate zu verlängern, zählt die neue Laufzeit ab der Vereinbarung, nicht ab dem Ende der alten. Eine Klausel, die so mehr als 24 Monate Bindung ergibt, hat der Bundesgerichtshof für unwirksam erklärt (BGH, 10.07.2025, III ZR 61/24).
Option oder neues Handy dazugebucht: Bestellst du beim selben Anbieter einen Zusatzdienst oder ein Gerät, darf sich die ursprüngliche Laufzeit deines Vertrags dadurch nur verlängern, wenn du ausdrücklich zustimmst (§ 66 Abs. 3 TKG). Achte bei der Bestellung darauf, was du bestätigst.
Keine Bestätigung, Rückruf verlangt: Eine Kündigung wirkt, sobald sie beim Anbieter ankommt; ein Telefonat zur „Bestätigung“ brauchst du nicht. Über den Kündigungsbutton muss der Anbieter den Eingang sofort bestätigen. Kommt nichts, fordere die Bestätigung schriftlich an (Vorlage) und sichere den Zugang. Gegen Rückgewinnungsanrufe hilft der Ratgeber Anrufe nach der Kündigung.
Streit mit dem Anbieter: Für Telekommunikationsverträge gibt es die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur; sie und andere stehen in der Übersicht Schlichtungsstellen. Bei Fragen zum Einzelfall beraten die Verbraucherzentralen.
Mobilfunkanbieter im Verzeichnis
Für jeden Anbieter im Verzeichnis stehen der Online-Weg, die Anschrift für Briefe und die Fristen je Tarif, geprüft an den Angaben des Anbieters. Achte auf den Vertragspartner: Die bekannte Marke ist nicht immer die Gesellschaft, mit der du den Vertrag hast.
- 1&1online kündbarPost
- ALDI TALKonline kündbarPost
- Blauonline kündbarPost
- congstaronline kündbarPost
- DeutschlandSIMonline kündbarPost
- EDEKA smartonline kündbarPost
- EWE TELonline kündbarPost
- FONIConline kündbarPost
- fraenkonline kündbarPost
- freenetonline kündbarPost
- freenet FUNKPost
- handyvertrag.deonline kündbarPost
- ja! mobilonline kündbarPost
- Kaufland mobilonline kündbarPost
- klarmobilonline kündbarPost
- Lebaraonline kündbarPost
- Lidl Connectonline kündbarPost
- Lycamobileonline kündbarPost
- M-netonline kündbarPost
- maXXimonline kündbarPost
- NettoKOMonline kündbarPost
- NORMA Connectonline kündbarPost
- o2online kündbarPost
- oteloonline kündbarPost
- PENNY Mobilonline kündbarPost
- PremiumSIMonline kündbarPost
- sim.deonline kündbarPost
- simplytelonline kündbarPost
- smartmobil.deonline kündbarPost
- Sparhandy
- Super Selectonline kündbarPost
- Tchibo MOBILonline kündbarPost
- Telekomonline kündbarPost
- Vodafoneonline kündbarPost
- winSIMonline kündbarPost
- yourfoneonline kündbarPost
Kündigungsschreiben
Eine Kündigung in Textform genügt, also auch eine E-Mail; strengere Formvorgaben in den Vertragsbedingungen sind unwirksam (§ 309 Nr. 13 BGB). Gib Kundennummer und Rufnummer an und kündige „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“. Per Post ist das Einwurf-Einschreiben üblich; es kostet derzeit 3,30 Euro (0,95 Euro Porto plus 2,35 Euro Zuschlag). Die Post muss Briefe erst am dritten Werktag nach Einlieferung zu 95 Prozent zugestellt haben – schick Briefe deshalb mindestens eine Woche vor Fristende ab.
Werkzeug
Kündigungsschreiben erstellen
Felder ausfüllen, Brief prüfen, drucken oder als E-Mail senden. Alles bleibt in deinem Browser – nichts wird übertragen oder gespeichert.
[Vor- und Nachname] · [Straße und Hausnummer] · [PLZ Ort]
[Name des Anbieters]
[Straße und Hausnummer]
[PLZ Ort]
[Ort], 22. Oktober 2026
Kündigung meines Vertrags – Kundennummer [Kundennummer]
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit kündige ich meinen Vertrag mit der Kundennummer [Kundennummer] fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieser Kündigung und das Datum, zu dem der Vertrag endet, schriftlich.
Das Ihnen erteilte SEPA-Lastschriftmandat widerrufe ich mit Wirkung zum Vertragsende.
Einer Kontaktaufnahme zu Werbe- oder Rückgewinnungszwecken widerspreche ich; eine etwa erteilte Einwilligung widerrufe ich.
Mit freundlichen Grüßen
[Vor- und Nachname]
Per Post: unterschreiben und mit Nachweis versenden, etwa als Einwurf-Einschreiben. Per E-Mail genügt Textform (§ 126b BGB), sofern der Vertrag nicht die Schriftform verlangt – Mietverträge und Arbeitsverträge brauchen eine Unterschrift auf Papier. Damit nichts mehr abgebucht wird, kannst du Lastschriften dieses Empfängers zusätzlich bei deiner Bank sperren lassen (Art. 5 Abs. 3 SEPA-Verordnung).
Quellen
- § 56 TKG – Vertragslaufzeit, Kündigung nach stillschweigender Vertragsverlängerung
- § 57 TKG – Vertragsänderung, Minderung und außerordentliche Kündigung
- § 59 TKG – Anbieterwechsel und Rufnummernmitnahme
- § 60 TKG – Umzug
- § 54 TKG – Vertragsschluss und Vertragszusammenfassung
- § 71 TKG – Abweichende Vereinbarungen und Geltungsbereich Kundenschutz
- § 66 TKG – Angebotspakete
- § 4 TK-Transparenzverordnung – Informationen zu Vertragslaufzeit, Kündigung und Anbieterwechsel
- § 309 BGB – Klauselverbote ohne Wertungsmöglichkeit (Nr. 9 und Nr. 13)
- § 310 BGB – Anwendungsbereich
- § 312k BGB – Kündigung von Verbraucherverträgen im elektronischen Geschäftsverkehr
- § 314 BGB – Kündigung von Dauerschuldverhältnissen aus wichtigem Grund
- § 130 BGB – Wirksamwerden der Willenserklärung gegenüber Abwesenden
- § 18 PostG – Brieflaufzeiten
- Bundesnetzagentur: Internetgeschwindigkeit – Nachweisverfahren im Festnetz und Mobilfunk – abgerufen am 05.10.2026
- Bundesnetzagentur: Allgemeinverfügung Nr. 35/2026 zu Mobilfunk-Internetzugängen – abgerufen am 05.10.2026
- Bundesnetzagentur: Anbieterwechsel und Rufnummernmitnahme – abgerufen am 05.10.2026
- BGH, Urteil vom 10.07.2025, III ZR 61/24 (Vertragsverlängerung) – abgerufen am 05.10.2026
- BGH, Urteil vom 21.05.2026, III ZR 220/25 (Angebot mit zwölf Monaten Laufzeit) – abgerufen am 05.10.2026
- BGH, Pressemitteilung Nr. 133/2026: Verhandlung über Login-Daten bei der Online-Kündigung – abgerufen am 05.10.2026
- vzbv: EuGH-Urteil vom 10.09.2026, C-669/24 (Verbandsquelle) – abgerufen am 05.10.2026
- Deutsche Post: Einschreiben – abgerufen am 05.10.2026
Häufige Fragen
Gibt es den Kündigungsbutton auch, wenn ich den Vertrag im Laden abgeschlossen habe?
Ja, sofern der Anbieter Verträge dieser Art auch auf seiner Webseite anbietet. Die Pflicht hängt daran, dass der Vertrag online abschließbar ist, nicht daran, wo du ihn unterschrieben hast.
Darf der Anbieter für meine Kündigung eine Gebühr verlangen?
Nicht für die Kündigung nach Ablauf der Mindestlaufzeit: Sie darf keine Kosten auslösen (§ 56 Abs. 4 TKG). Auch die Sonderkündigung wegen einer einseitigen Vertragsänderung ist kostenlos (§ 57 Abs. 1 TKG).
Gilt das alles auch für einen Firmen-Handyvertrag?
Teilweise. Das Recht, nach der ersten Laufzeit jederzeit mit einem Monat zu kündigen, gilt für alle Endnutzer, also auch für Firmen (§ 56 Abs. 3 TKG). Die Grenze von 24 Monaten gilt außer für Verbraucher auch für Kleinst- und Kleinunternehmen und Organisationen ohne Gewinnerzielungsabsicht, wenn sie nicht ausdrücklich verzichtet haben (§ 71 Abs. 3 TKG). Die Ein-Monats-Grenze aus § 309 BGB gilt gegenüber Unternehmern nicht (§ 310 Abs. 1 BGB).
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Bei Streit helfen die Verbraucherzentralen, eine Schlichtungsstelle oder ein Anwalt.
Passt dazu
-
-
-
Verträge FitnessstudioFristen, Umzug und Krankheit, Attest-Regeln und was Ketten zusätzlich zusagen
-
Magazin Kfz-Wechsel 2026Stichtag 30. November 2026, Brieftermine, Sonderrechte nach Beitragserhöhung und Schaden