VerträgeVertragsart

Lebensversicherung kündigen

Eine Lebensversicherung mit laufenden Beiträgen kannst du jederzeit zum Ende der laufenden Versicherungsperiode kündigen – bei monatlicher Zahlung in der Regel zum Ende des Beitragsmonats. Du bekommst dann den Rückkaufswert, der in den ersten Jahren deutlich unter den eingezahlten Beiträgen liegen kann. Willst du nur keine Beiträge mehr zahlen, ist die Beitragsfreistellung die Alternative: Der Vertrag läuft mit kleinerer Leistung weiter.

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Älteres Paar von hinten an einem hellen Küchentisch am Fenster, zwischen ihnen ein geschlossener grauer Ordner, ein gefaltetes Blatt Papier und zwei Kaffeetassen
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Diese Seite ist für alle, die eine Kapitallebensversicherung, eine fondsgebundene Lebensversicherung oder eine Risikolebensversicherung beenden oder keine Beiträge mehr zahlen wollen. Sie zeigt, wann der Vertrag endet, wie sich der Rückkaufswert zusammensetzt und was eine Beitragsfreistellung bringt – mit einem durchgerechneten Beispiel, den Regeln zum Widerruf alter Verträge und einem Kündigungsschreiben. Für Riester-, Rürup- und private Rentenverträge gilt teils anderes; das steht unter Rentenversicherung kündigen, kleine Todesfallpolicen behandelt die Seite Sterbegeldversicherung.

Was das Gesetz für Lebensversicherungen regelt

Für die Kündigung einer Lebensversicherung hat das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) eigene Regeln. Die übliche Regel für andere Versicherungen – Kündigung mit Frist zum Ende des Versicherungsjahres – gilt hier nicht. Stattdessen gilt:

  • Jederzeit zum Ende der Versicherungsperiode: Zahlst du laufende Beiträge, kannst du jederzeit kündigen; der Vertrag endet mit dem Schluss der laufenden Versicherungsperiode (§ 168 Abs. 1 VVG). Eine Kündigungsfrist im üblichen Sinn gibt es nicht. Die Versicherungsperiode ist ein Jahr, außer der Beitrag ist nach kürzeren Zeitabschnitten bemessen (§ 12 VVG). Die Musterbedingungen des Versichererverbands GDV richten die Periode nach der Zahlungsweise: bei Monatsbeiträgen ein Monat, bei Jahreszahlung ein Jahr.
  • Auch mit Einmalbeitrag: Ist die Leistung des Versicherers gewiss – eine Kapitallebensversicherung zahlt entweder im Todesfall oder bei Ablauf –, darfst du auch einen Vertrag gegen Einmalbeitrag kündigen (§ 168 Abs. 2 VVG).
  • Rückkaufswert: Nach der Kündigung zahlt der Versicherer den Rückkaufswert. Das ist das Deckungskapital, also das für deinen Vertrag nach dessen Rechnungsgrundlagen angesparte Guthaben, zum Ende der Versicherungsperiode (§ 169 Abs. 3 VVG). Bei fondsgebundenen Verträgen ist der Rückkaufswert der Zeitwert der Versicherung, soweit der Versicherer keine bestimmte Leistung garantiert (§ 169 Abs. 4 VVG). Hinzu kommen bereits zugeteilte Überschüsse und ein vorgesehener Schlussüberschussanteil (§ 169 Abs. 7 VVG).
  • Form: Nach dem VVG darf der Vertrag für die Kündigung Textform oder Schriftform vorschreiben (§ 171 VVG). Für Verträge seit dem 1. Oktober 2016 dürfen Bedingungen aber grundsätzlich keine strengere Form als die Textform verlangen (§ 309 Nr. 13 BGB); welche Regel bei der Lebensversicherung vorgeht, hat noch kein Gericht entschieden. Die GDV-Musterbedingungen verlangen nur Textform, also etwa eine E-Mail, und auch eine vereinbarte Schriftform ist im Zweifel mit einer E-Mail gewahrt (§ 127 Abs. 2 BGB). Was bei dir gilt, steht in deinen Versicherungsbedingungen; der Unterschied zwischen beiden Formen ist unter Textform und Schriftform erklärt.

Eine Risikolebensversicherung zahlt nur, wenn die versicherte Person während der Laufzeit stirbt. Weil die Leistung nicht gewiss ist, gibt es bei der Kündigung keinen Rückkaufswert (§ 169 Abs. 1 VVG); du beendest nur den Schutz und die Beiträge. Sichert die Police einen Kredit ab oder hat die Bank Rechte daran, sprich vor der Kündigung mit ihr.

Wann der Vertrag endet

SituationVertrag endetGrundlage
Laufende Beiträge, monatliche Zahlungzum Ende des laufenden Beitragsmonats§ 168 Abs. 1 VVG, § 12 VVG
Laufende Beiträge, jährliche Zahlungzum Ende des laufenden Versicherungsjahres§ 168 Abs. 1 VVG, § 12 VVG
Einmalbeitrag, Leistung gewiss (Kapitallebensversicherung)zum Ende der laufenden Versicherungsperiode§ 168 Abs. 2 VVG
Basisrente oder Vertrag mit Pfändungsschutz und unwiderruflichem Verwertungsausschlussnicht kündbar§ 168 Abs. 3 VVG
Beitragsfreistellung statt KündigungBeiträge enden zum Ende der laufenden Versicherungsperiode, der Vertrag läuft weiter§ 165 Abs. 1 VVG
Widerruf eines neuen Vertragsinnerhalb von 30 Tagen nach Erhalt aller Unterlagen und der Belehrung§ 152 Abs. 1 VVG, § 8 Abs. 2 VVG

Wann deine Versicherungsperiode endet, ergibt sich aus Versicherungsbeginn und Zahlungsweise im Versicherungsschein. Entscheidend ist immer, wann die Kündigung beim Versicherer ankommt, nicht wann du sie abschickst (§ 130 BGB).

Rechenbeispiel: Rückkaufswert oder beitragsfrei?

Dein Vertrag beginnt am 1. November 2023. Du zahlst 100 Euro im Monat; laut Vertragsinformation sind 2.500 Euro Abschluss- und Vertriebskosten einkalkuliert, vor allem die Provision des Vermittlers. Deine Kündigung kommt am 20. Oktober 2026 beim Versicherer an. Weil du monatlich zahlst, endet der Vertrag am 31. Oktober 2026. Bis dahin hast du 36 Beiträge gezahlt, zusammen 3.600 Euro.

Wie viel zurückkommt, hängt vor allem daran, wie die Abschlusskosten verrechnet werden. Für Verträge, die seit 2008 geschlossen wurden, schreibt das Gesetz einen Mindestwert vor: Der Rückkaufswert muss mindestens so hoch sein, als wären die Abschluss- und Vertriebskosten gleichmäßig auf die ersten fünf Vertragsjahre verteilt (§ 169 Abs. 3 VVG). Im Beispiel sind das 500 Euro pro Jahr.

PostenMit Mindestwert nach § 169 VVGZum Vergleich: alle Kosten sofort verrechnet
Gezahlte Beiträge bis 31. Oktober 20263.600 €3.600 €
Verrechnete Abschluss- und Vertriebskosten1.500 € (3 × 500 €)2.500 €
Guthaben vor weiteren Kosten und Zinsen2.100 €1.100 €

Die Rechnung ist vereinfacht: Risikobeiträge für den Todesfallschutz und laufende Verwaltungskosten mindern das Guthaben, Zinsen und Überschüsse erhöhen es. Die echten Zahlen musst du nicht schätzen. Der Versicherer muss dir die Rückkaufswerte schon vor Vertragsschluss in Euro nennen (§ 169 Abs. 3 VVG) und dir jedes Jahr in der Standmitteilung den Auszahlungsbetrag bei Kündigung und die Leistung bei Beitragsfreistellung mitteilen (§ 155 Abs. 1 VVG). Für Verträge, die vor 2008 geschlossen wurden, gilt statt § 169 noch die alte Regel des § 176 VVG a. F. (Art. 4 Abs. 2 EGVVG).

Der Stornoabzug: Eine Kürzung wegen der Kündigung darf der Versicherer nur vornehmen, wenn sie vereinbart, im Vertrag beziffert und angemessen ist; einen Abzug für noch nicht getilgte Abschlusskosten darf er gar nicht vereinbaren (§ 169 Abs. 5 VVG). Nennt dein Vertrag etwa einen Abzug von 50 Euro, bekämst du im Beispiel 2.050 Euro plus Überschüsse.

Ein paar Tage zu spät: Kommt die Kündigung erst am 3. November 2026 an, endet der Vertrag bei Monatszahlung am 30. November 2026 – ein Beitrag mehr. Zahlst du jährlich und beginnt dein Versicherungsjahr am 1. November, endet er erst am 31. Oktober 2027, und der Jahresbeitrag ist schon fällig. Bei Jahreszahlung lohnt es sich deshalb besonders, das Ende des Versicherungsjahres im Blick zu haben.

Beitragsfrei stellen statt kündigen

Brauchst du das Geld nicht sofort, sondern willst nur keine Beiträge mehr zahlen, kannst du verlangen, dass der Vertrag zum Ende der Versicherungsperiode in eine beitragsfreie Versicherung umgewandelt wird (§ 165 Abs. 1 VVG). Er läuft dann bis zum vereinbarten Ende weiter, mit einer kleineren Versicherungssumme. Diese Summe berechnet der Versicherer aus dem Rückkaufswert, und zwar mit den Rechnungsgrundlagen deines Vertrags (§ 165 Abs. 2 VVG) – bei älteren Verträgen also mit dem damals garantierten Rechnungszins. Erreicht die beitragsfreie Leistung die im Vertrag vereinbarte Mindestsumme nicht, zahlt der Versicherer stattdessen den Rückkaufswert aus. Auch hier gilt: Ein Abzug ist nur erlaubt, wenn er vereinbart, beziffert und angemessen ist, denn § 165 verweist auf die Regeln des § 169.

Kündigen (Rückkauf)Beitragsfrei stellenWeiterzahlen
Geldjetzt: Rückkaufswert plus Überschüsseerst bei Ablauf oder im Todesfallbei Ablauf oder im Todesfall
Todesfallschutzendetsinkt auf die beitragsfreie Summebleibt in voller Höhe
Garantierter Rechnungszins (klassische Verträge)entfälltgilt weiter für das vorhandene Kapitalgilt weiter
Steuern (Verträge ab 2005)auf den Ertrag, wenn die Auszahlung die Beiträge übersteigterst bei der späteren Auszahlungerst bei der Auszahlung
Grundlage§ 168 VVG, § 169 VVG§ 165 VVGVertrag

Nach den Musterbedingungen kannst du die Beiträge auch nur teilweise stoppen, also den Beitrag senken, wenn die verbleibende Summe die Mindestbeträge deines Vertrags erreicht. Willst du später wieder einzahlen, frag vorher, unter welchen Bedingungen der Versicherer das zulässt.

Verkaufen statt kündigen: Ansprüche aus einer Lebensversicherung kann man auch an einen Käufer abgeben; ein Gewinn daraus gilt steuerlich als Kapitalertrag (§ 20 Abs. 2 EStG). Ein Angebot lohnt nur, wenn es deutlich über dem Auszahlungsbetrag aus deiner Standmitteilung liegt.

Hände eines älteren Mannes stecken ein gefaltetes Blatt in einen weißen Briefumschlag auf einem dunklen Eichenschreibtisch, daneben ein Füller
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Widerruf und Widerspruch: Ausstieg ohne Kündigung

Neue Verträge: Eine Lebensversicherung kannst du innerhalb von 30 Tagen ohne Begründung in Textform widerrufen (§ 152 Abs. 1 VVG, § 8 Abs. 1 VVG). Die Frist beginnt erst, wenn du Versicherungsschein, Bedingungen, die vorgeschriebenen Informationen und eine ordnungsgemäße Belehrung über das Widerrufsrecht in Textform erhalten hast (§ 8 Abs. 2 VVG). Nach heutigem Recht erlischt das Widerrufsrecht spätestens 24 Monate und 30 Tage nach Vertragsschluss – außer du wurdest nicht ordnungsgemäß über dein Widerrufsrecht belehrt (§ 152 Abs. 1 VVG, § 8 Abs. 4 VVG). Nach einem Widerruf bekommst du die Beiträge für die Zeit nach dem Widerruf zurück und den Rückkaufswert; wurdest du nicht auf diese Folge hingewiesen, mindestens die Beiträge des ersten Jahres, wenn das günstiger für dich ist (§ 152 Abs. 2 VVG, § 152 Abs. 3 VVG). Wie sich Widerruf und Kündigung unterscheiden, zeigt der Ratgeber Widerruf oder Kündigung.

Alte Verträge aus den Jahren 1994 bis 2007: Damals wurden viele Lebens- und Rentenversicherungen im sogenannten Policenmodell geschlossen. Bedingungen und Verbraucherinformation kamen erst mit dem Versicherungsschein, danach konnte der Kunde binnen 14 Tagen widersprechen. Nach dem damaligen Gesetz erlosch dieses Recht spätestens ein Jahr nach Zahlung der ersten Prämie. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass diese Jahresgrenze für Lebens- und Rentenversicherungen nicht gilt, wenn der Kunde nicht ordnungsgemäß belehrt wurde oder Bedingungen und Verbraucherinformation nicht erhalten hat (BGH, 07.05.2014, IV ZR 76/11). Im entschiedenen Fall hatte der Kunde seinen Vertrag schon 2007 gekündigt und erst 2008 widersprochen – das Widerspruchsrecht bestand trotzdem. Zurückzuzahlen sind dann die Beiträge, abzüglich des Werts des genossenen Versicherungsschutzes, bei Lebensversicherungen etwa des Risikoanteils.

Ob eine Belehrung fehlerhaft war, ist eine Einzelfallfrage. Für Verträge vor 2008 hat der Bundesgerichtshof außerdem Klauseln zur Verrechnung der Abschlusskosten und zum Stornoabzug für unwirksam erklärt, etwa Klauseln, die ein Versicherer von 2001 bis 2006 verwendete (BGH, 25.07.2012, IV ZR 201/10). Lass alte Unterlagen deshalb prüfen, bevor du kündigst oder einen Vergleich annimmst – bei einer Verbraucherzentrale oder einem Fachanwalt für Versicherungsrecht.

Steuern beim Rückkauf

Für Verträge, die seit 2005 geschlossen wurden, ist beim Rückkauf der Unterschied zwischen Auszahlung und eingezahlten Beiträgen als Kapitalertrag zu versteuern (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG). Im Rechenbeispiel liegt die Auszahlung unter den Beiträgen; es entsteht kein steuerpflichtiger Ertrag. Kündigst du, bevor beide der folgenden Grenzen erreicht sind, kann dich das einen Steuervorteil kosten: Wird die Leistung nach dem 60. Geburtstag und nach mindestens zwölf Jahren Laufzeit ausgezahlt, zählt nur die Hälfte des Ertrags; für Verträge ab 2012 gilt statt des 60. das 62. Lebensjahr. Für Verträge, die vor 2005 geschlossen wurden, gilt eine ältere Fassung des Gesetzes weiter (§ 52 Abs. 28 EStG); frag den Versicherer, wie er deine Auszahlung behandelt.

Typische Probleme

Keine Bestätigung bekommen: Eine Kündigung wirkt mit Zugang. Fordere eine schriftliche Bestätigung mit dem Vertragsende und dem voraussichtlichen Auszahlungsbetrag an (Vorlage) und heb den Zugangsnachweis auf.

Die versicherte Person ist gestorben: Dann wird nicht gekündigt, sondern die Leistung beantragt. Der Versicherungsfall ist dem Versicherer unverzüglich anzuzeigen; steht die Leistung einem Bezugsberechtigten zu, ist auch er dazu verpflichtet (§ 30 VVG). Nach den Musterbedingungen braucht der Versicherer die amtliche Sterbeurkunde und eine Bescheinigung über die Todesursache. Was Angehörige sonst regeln müssen, sammelt die Lebenslage Todesfall.

Zusatzversicherungen: Ist eine Berufsunfähigkeits- oder Unfall-Zusatzversicherung eingeschlossen, prüf vor der Kündigung, ob du diesen Schutz noch brauchst und was mit ihm passiert. Die Folgen einer BU-Kündigung erklärt die Seite Berufsunfähigkeitsversicherung.

Beiträge werden weiter abgebucht: Widerruf das Lastschriftmandat zum Vertragsende; zu Unrecht eingezogene Beträge holst du nach dem Ratgeber Lastschrift zurückholen zurück.

Versicherer im Verzeichnis

Für jeden Versicherer im Verzeichnis stehen der Kündigungsweg und die Anschrift aus den Angaben des Unternehmens. Achte auf die Gesellschaft: Bei vielen Versicherungsgruppen läuft die Lebensversicherung über eine eigene Lebensversicherungs-AG; welche es bei dir ist, steht im Versicherungsschein.

Kündigungsschreiben

Nenn im Schreiben die Versicherungsnummer, den Termin – am einfachsten „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ – und das Konto für die Auszahlung. Bitte um eine Abrechnung, die Rückkaufswert, Abzug, Überschussanteile und einbehaltene Steuern getrennt ausweist. Willst du nur die Beiträge stoppen, schreib ausdrücklich „Beitragsfreistellung nach § 165 VVG“ statt „Kündigung“. Verlangen deine Bedingungen die Schriftform, unterschreib den Brief und schick ihn per Einwurf-Einschreiben; das kostet derzeit 3,30 Euro. Eine allgemeine Vorlage für Versicherungen steht unter Versicherung kündigen.

Werkzeug

Kündigungsschreiben erstellen

Felder ausfüllen, Brief prüfen, drucken oder als E-Mail senden. Alles bleibt in deinem Browser – nichts wird übertragen oder gespeichert.

1. Art der Kündigung
2. Empfänger
Die richtige Anschrift steht im Vertrag, auf der Rechnung oder im Impressum des Anbieters.
3. Vertragsdaten
4. Absender
5. Zusätze

[Vor- und Nachname] · [Straße und Hausnummer] · [PLZ Ort]

[Name des Anbieters]
[Straße und Hausnummer]
[PLZ Ort]

[Ort], 22. Oktober 2026

Kündigung meines Vertrags – Kundennummer [Kundennummer]

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meinen Vertrag mit der Kundennummer [Kundennummer] fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieser Kündigung und das Datum, zu dem der Vertrag endet, schriftlich.

Das Ihnen erteilte SEPA-Lastschriftmandat widerrufe ich mit Wirkung zum Vertragsende.

Einer Kontaktaufnahme zu Werbe- oder Rückgewinnungszwecken widerspreche ich; eine etwa erteilte Einwilligung widerrufe ich.

Mit freundlichen Grüßen

[Vor- und Nachname]

Per Post: unterschreiben und mit Nachweis versenden, etwa als Einwurf-Einschreiben. Per E-Mail genügt Textform (§ 126b BGB), sofern der Vertrag nicht die Schriftform verlangt – Mietverträge und Arbeitsverträge brauchen eine Unterschrift auf Papier. Damit nichts mehr abgebucht wird, kannst du Lastschriften dieses Empfängers zusätzlich bei deiner Bank sperren lassen (Art. 5 Abs. 3 SEPA-Verordnung).

Quellen

Häufige Fragen

Kann ich nur einen Teil meiner Lebensversicherung kündigen?

Oft ja. Die Musterbedingungen des Versichererverbands GDV erlauben eine Teilkündigung, wenn eine Mindestsumme versichert bleibt; welche das ist, steht in deinen Bedingungen. Für den gekündigten Teil gelten dieselben Regeln wie für eine vollständige Kündigung.

Muss ich die Kündigung begründen?

Nein. Das Gesetz erlaubt die Kündigung jederzeit zum Ende der Versicherungsperiode, ohne dass du einen Grund nennen musst (§ 168 Abs. 1 VVG).

Kann ich die Kündigung zurücknehmen, wenn ich es mir anders überlege?

Nur, wenn der Versicherer zustimmt. Eine Kündigung wird wirksam, sobald sie ankommt; einseitig zurückziehen kannst du sie danach nicht mehr. Frag deshalb vorher nach Beitragsfreistellung oder Beitragssenkung.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Bei Streit helfen die Verbraucherzentralen, eine Schlichtungsstelle oder ein Anwalt.

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