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Private Krankenversicherung kündigen

Eine private Krankenversicherung kündigst du mit drei Monaten Frist zum Ende des Versicherungsjahres, nach einer Beitragserhöhung binnen zwei Monaten zum Tag der Erhöhung. Ist es deine Pflichtversicherung, wirkt die Kündigung nur, wenn du innerhalb von zwei Monaten nachweist, dass du ohne Lücke bei einem anderen Versicherer versichert bist. Wirst du gesetzlich versicherungspflichtig, kannst du binnen drei Monaten rückwirkend kündigen.

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Stethoskop auf einer geschlossenen dunkelblauen Mappe auf einem weißen Schreibtisch, daneben eine Lesebrille
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Diese Seite ist für alle, die privat krankenversichert sind – Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze, Selbstständige, Beamte mit Beihilfe – und den Versicherer wechseln, in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren oder Mitversicherte abmelden wollen. Sie zeigt die Fristen, rechnet die Termine für den Nachweis der Anschlussversicherung durch und erklärt, warum ein Tarifwechsel beim eigenen Versicherer oft mehr bringt als eine Kündigung. Für Zahn-, Krankenhaus- oder Pflegezusatztarife gibt es eine eigene Seite: Zusatzversicherung kündigen.

Was für die private Krankenversicherung gilt

Wer in Deutschland wohnt und weder gesetzlich versichert ist noch anders abgesichert, etwa über Heilfürsorge, muss eine private Krankheitskostenversicherung abschließen und aufrechterhalten (§ 193 Abs. 3 VVG). Daraus folgen zwei Besonderheiten: Der Versicherer darf diese Versicherung nie kündigen (§ 206 Abs. 1 VVG), und du kannst sie nur kündigen, wenn du lückenlos anderweitig versichert bist (§ 205 Abs. 6 VVG). Die Kündigungsrechte selbst stehen in § 205 VVG:

  • Ordentlich: zum Ende des ersten oder jedes folgenden Versicherungsjahres mit drei Monaten Frist, frühestens nach einer vereinbarten Mindestversicherungsdauer (§ 205 Abs. 1 VVG). Nach den Musterbedingungen des PKV-Verbands darf diese Mindestdauer höchstens zwei Jahre betragen (§ 13 Abs. 1 MB/KK 2009). Wann dein Versicherungsjahr endet, steht im Versicherungsschein oder in den Tarifbedingungen.
  • Nach einer Beitragserhöhung oder Leistungskürzung: innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Mitteilung, mit Wirkung zum Zeitpunkt der Erhöhung (§ 205 Abs. 4 VVG).
  • Bei Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung: binnen drei Monaten rückwirkend zum Beginn der Pflicht (§ 205 Abs. 2 VVG).
  • Teilweise: Die Kündigung kann auf einzelne versicherte Personen oder Tarife beschränkt werden (§ 205 Abs. 1 VVG).

Für die Form darf der Vertrag nach dem Versicherungsvertragsgesetz Textform oder Schriftform vorsehen (§ 208 VVG). Für Verträge seit dem 1. Oktober 2016 dürfen Bedingungen aber grundsätzlich keine strengere Form als die Textform verlangen (§ 309 Nr. 13 BGB); welche Regel vorgeht, hat noch kein Gericht entschieden. Die Musterbedingungen verlangen für Erklärungen gegenüber dem Versicherer Textform (§ 16 MB/KK 2009), eine E-Mail genügt dann. Auch eine vereinbarte Schriftform ist im Zweifel mit einer E-Mail gewahrt (§ 127 Abs. 2 BGB); sicher ist der unterschriebene Brief mit Zugangsnachweis.

Kündigungsrechte und Fristen

AnlassFristVertrag endetGrundlage
Ordentliche Kündigung3 Monatezum Ende des Versicherungsjahres, frühestens nach der Mindestdauer§ 205 Abs. 1 VVG
Beitragserhöhung oder Leistungsminderung2 Monate ab Zugang der Mitteilungzum Zeitpunkt der Erhöhung§ 205 Abs. 4 VVG
Höherer Beitrag wegen Altersgruppe oder Alterungsrückstellung2 Monate nach der Änderungzum Zeitpunkt der Änderung§ 205 Abs. 3 VVG
Versicherungspflicht oder Familienversicherung in der GKV3 Monate ab Beginn der Pflichtrückwirkend zum Beginn der Pflicht§ 205 Abs. 2 VVG
Versicherer kündigt einzelne Personen oder Tarife2 Wochen ab ZugangAufhebung des übrigen Vertrags zum selben Zeitpunkt§ 205 Abs. 5 VVG
Tod des VersicherungsnehmersMitversicherte können binnen 2 Monaten fortsetzensonst mit dem Tod§ 207 Abs. 1 VVG

Ist dein Versicherungsjahr das Kalenderjahr, muss eine ordentliche Kündigung zum 31. Dezember 2026 spätestens am 30. September 2026 angekommen sein. Wer diesen Tag verpasst hat, kommt ordentlich erst zum 31. Dezember 2027 heraus und muss bis 30. September 2027 kündigen – außer ein Sonderrecht greift. Mit deinem eigenen Versicherungsbeginn rechnet der Rechner:

Rechner

Kündigungsfrist berechnen

Bis wann muss die Kündigung ankommen, und wann endet der Vertrag? Der Rechner fragt zuerst die Vertragsart – denn für Abos, Telefon, Versicherung und Strom gelten verschiedene Regeln.

Tag, an dem die Laufzeit beginnt (Auftragsbestätigung bzw. Versicherungsschein)
Verträge ab 1. März 2022 sind danach jederzeit mit höchstens einem Monat Frist kündbar.
Nur für Briefe: Feiertage deines Landes beim Absendetag.

Grundlage: § 187 und § 188 BGB, für Verträge ab 1. März 2022 § 309 Nr. 9 BGB, für Telefon und Internet § 56 TKG. Fällt der letzte Tag auf ein Wochenende oder einen Feiertag, verschiebt sich die Frist nicht (BGH, 17.02.2005, III ZR 172/04). Verbindlich ist dein Vertrag.

Nachweis der Anschlussversicherung

Dient dein Vertrag der Pflicht zur Krankenversicherung, kannst du ihn nur kündigen, wenn du für die versicherte Person bei einem anderen Versicherer einen Vertrag abschließt, der diese Pflicht erfüllt. Wirksam wird die Kündigung erst, wenn du innerhalb von zwei Monaten nach der Kündigungserklärung nachweist, dass die Person ohne Unterbrechung neu versichert ist; liegt der Kündigungstermin mehr als zwei Monate nach der Erklärung, reicht der Nachweis bis zu diesem Termin (§ 205 Abs. 6 VVG). Als Nachweis dient die Versicherungsbestätigung des neuen Versicherers.

Beispiel: Dein Versicherer teilt dir eine Beitragserhöhung zum 1. Januar 2027 mit; das Schreiben kommt am Freitag, 20. November 2026, an. Du kannst bis Mittwoch, 20. Januar 2027, mit Wirkung zum 1. Januar 2027 kündigen. Erklärst du die Kündigung am 15. Dezember 2026, muss der neue Vertrag am 1. Januar 2027 beginnen, und der Nachweis muss bis 15. Februar 2027 beim alten Versicherer sein. Kommt er zu spät, bleibt die Kündigung unwirksam, der alte Vertrag läuft weiter, und du zahlst zwei Beiträge.

Der Versicherer darf dich aber nicht ins Leere laufen lassen: Verlangt er später Beiträge mit dem Argument, die Kündigung sei mangels Nachweis unwirksam, muss er beweisen, dass er dich auf den fehlenden Nachweis hingewiesen hat (BGH, 14.01.2015, IV ZR 43/14).

Mitversicherte Erwachsene: Kündigst du die Versicherung für ein volljähriges Kind oder den Partner, brauchst du für diese Person keinen Nachweis einer Anschlussversicherung zu führen (BGH, 18.12.2013, IV ZR 140/13). Die Kündigung wird aber erst wirksam, wenn die versicherte Person von ihr erfahren hat; sie kann den Vertrag dann binnen zwei Monaten im eigenen Namen fortsetzen (§ 207 Abs. 2 VVG).

Beitragserhöhung prüfen

Private Krankenversicherer dürfen die Beiträge nur anpassen, wenn sich eine Rechnungsgrundlage – die Versicherungsleistungen oder die Sterbewahrscheinlichkeiten – nicht nur vorübergehend verändert hat und ein unabhängiger Treuhänder zugestimmt hat (§ 203 Abs. 2 VVG). Wirksam wird die Erhöhung zu Beginn des zweiten Monats nach der Mitteilung der neuen Prämie und der maßgeblichen Gründe (§ 203 Abs. 5 VVG). Der Bundesgerichtshof verlangt dafür, dass die Mitteilung nennt, welche Rechnungsgrundlage sich verändert hat; eine allgemeine Formulierung reicht nicht. Fehlt diese Angabe, kann der Versicherer sie nachholen, die Erhöhung wirkt aber erst ab dann und nicht rückwirkend (BGH, 16.12.2020, IV ZR 294/19).

Prüf eine Erhöhung deshalb, bevor du kündigst. Oft ist ein Tarifwechsel beim eigenen Versicherer der günstigere Weg, weil du dabei deine Alterungsrückstellung behältst. Alle Sonderkündigungsrechte im Vergleich zeigt der Ratgeber Sonderkündigungsrecht.

Tarifwechsel statt Kündigung

Die Alterungsrückstellung ist der Teil deiner Beiträge, den der Versicherer zurücklegt, damit die Beiträge im Alter nicht so stark steigen. Wechselst du zu einem anderen Versicherer, nimmst du sie höchstens teilweise mit; beim Tarifwechsel im selben Unternehmen wird sie vollständig angerechnet. Du kannst verlangen, dass dein Versicherer dich in einen anderen Tarif mit gleichartigem Schutz übernimmt und dabei erworbene Rechte und die Alterungsrückstellung anrechnet (§ 204 Abs. 1 VVG).

Tarifwechsel beim eigenen VersichererWechsel zu einem anderen Versicherer
Alterungsrückstellungwird angerechnetnur der Teil, der dem Basistarif entspricht, und nur bei Verträgen ab 2009
Gesundheitsprüfungnur für Mehrleistungen; Risikozuschlag und Wartezeit vermeidest du, indem du die Mehrleistung ausschließtneuer Vertrag, Risikozuschläge und Leistungsausschlüsse möglich (§ 203 Abs. 1 VVG), außer im Basistarif
Wartezeitennur für hinzukommende LeistungenVorversicherungszeit wird angerechnet, wenn der neue Vertrag binnen zwei Monaten zum unmittelbaren Anschluss beantragt wird (§ 197 Abs. 2 VVG)
Grundlage§ 204 Abs. 1 VVG Nr. 1§ 204 Abs. 1 VVG Nr. 2, § 205 Abs. 6 VVG

In den Basistarif deines Versicherers kannst du mit Anrechnung der Rückstellung wechseln, wenn dein Vertrag nach dem 1. Januar 2009 geschlossen wurde, du 55 Jahre alt bist, die Voraussetzungen für eine gesetzliche Rente erfüllst und sie beantragt hast, ein Ruhegehalt bekommst oder hilfebedürftig bist. Aus einem Unisex-Tarif zurück in einen Tarif mit geschlechtsabhängigen Beiträgen geht es nicht (§ 204 Abs. 1 VVG). Welche Tarife deines Versicherers in Frage kommen, erfragst du bei ihm; unabhängigen Rat geben die Verbraucherzentralen.

Frau mittleren Alters von hinten an einem hohen Fenster, eine geschlossene Mappe in den Armen, draußen eine regnerische Straße
Bild: KI-generiert

Zurück in die gesetzliche Krankenversicherung

Eine Rückkehr setzt in aller Regel voraus, dass du dort versicherungspflichtig wirst oder die Familienversicherung greift. Angestellte werden pflichtversichert, wenn ihr regelmäßiges Gehalt die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht mehr übersteigt; 2026 liegt sie bei 77.400 Euro, für Angestellte, die schon Ende 2002 deshalb privat versichert waren, bei 69.750 Euro (§ 6 SGB V, § 2 SVBezGrV 2026). Versicherungspflichtig sind auch Bezieher von Arbeitslosengeld (§ 5 Abs. 1 SGB V).

Beispiel: Du beginnst am 1. Oktober 2026 eine Stelle mit einem Gehalt unter der Grenze und wirst gesetzlich versicherungspflichtig. Bis 31. Dezember 2026 kannst du die private Krankheitskosten-, Krankentagegeld- und Pflegeversicherung rückwirkend zum 1. Oktober kündigen; Beiträge stehen dem Versicherer nur bis dahin zu. Fordert er dich in Textform auf, die Versicherungspflicht nachzuweisen, hast du dafür zwei Monate. Kündigst du später als drei Monate nach Beginn der Pflicht, endet der Vertrag erst zum Ende des Monats, in dem du die Pflicht nachweist (§ 205 Abs. 2 VVG).

Wichtige Grenzen: Wer nach dem 55. Geburtstag versicherungspflichtig würde, bleibt in der Regel versicherungsfrei, wenn er in den fünf Jahren davor nicht gesetzlich versichert und mindestens die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, befreit oder hauptberuflich selbstständig war (§ 6 Abs. 3a SGB V). Wirst du nur wegen einer höheren Grenze versicherungspflichtig, kannst du dich innerhalb von drei Monaten unwiderruflich befreien lassen (§ 8 SGB V). Für 2027 steigt die Grenze nach dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zusätzlich um 3.600 Euro; für Angestellte, die am 31. Dezember 2026 wegen Überschreitens der Grenze versicherungsfrei und privat vollversichert sind, gilt dieser Aufschlag nicht (§ 6 Abs. 8 SGB V in der ab 1. Januar 2027 geltenden Fassung). Den genauen Wert für 2027 setzt die Bundesregierung noch fest. Wie der Beitritt bei der Kasse läuft, steht unter Krankenkasse wechseln.

Willst du dir eine spätere Rückkehr in die private Versicherung offenhalten, kannst du den gekündigten Vertrag als Anwartschaftsversicherung fortführen (§ 204 Abs. 5 VVG).

Private Pflegepflichtversicherung

Mit der privaten Krankenversicherung musst du auch eine private Pflegepflichtversicherung halten (§ 23 Abs. 1 SGB XI). Kündigen kannst du sie bei fortbestehender Pflicht nur, wenn du nachweist, dass du ohne Unterbrechung bei einem neuen Versicherer versichert bist (§ 23 Abs. 2 SGB XI). Wechselst du den Versicherer, kannst du verlangen, dass die für dich kalkulierte Alterungsrückstellung übertragen wird (§ 204 Abs. 3 VVG).

Typische Probleme

Beiträge nicht mehr bezahlbar: Der Versicherer darf die Pflichtversicherung auch bei Zahlungsverzug nicht kündigen. Bist du mit zwei Monatsbeiträgen im Rückstand, mahnt er; bleibt der Rückstand trotz zweiter Mahnung, ruht der Vertrag, und du bist im Notlagentarif mit eingeschränkten Leistungen versichert (§ 193 Abs. 6 VVG, § 193 Abs. 7 VVG). Sind alle Rückstände bezahlt, geht es im alten Tarif weiter.

Versicherungsnehmer gestorben: Die mitversicherten Personen können den Vertrag binnen zwei Monaten fortsetzen und einen neuen Versicherungsnehmer benennen (§ 207 Abs. 1 VVG). Was sonst zu tun ist, steht unter Todesfall.

Umzug ins Ausland: Innerhalb der EU und des EWR läuft der Vertrag weiter, der Versicherer zahlt höchstens, was er im Inland zahlen müsste (§ 207 Abs. 3 VVG). Bei einem Umzug in einen anderen Staat endet der Vertrag nach den Musterbedingungen, wenn nichts anderes vereinbart wird (§ 15 Abs. 3 MB/KK 2009). Mehr in der Lebenslage Auswandern.

Keine Bestätigung: Fordere eine Bestätigung mit Vertragsende an (Vorlage) und heb den Zugangsnachweis auf.

Krankenversicherer im Verzeichnis

Für jeden Versicherer im Verzeichnis stehen Kündigungsweg und Anschrift aus den Angaben des Unternehmens. Die Krankenversicherung läuft oft über eine eigene Krankenversicherungs-AG der Gruppe; maßgeblich ist die Gesellschaft im Versicherungsschein.

Kündigungsschreiben

Nenn die Versicherungsnummer, die betroffenen Personen und Tarife, den Kündigungsgrund (ordentlich, Beitragserhöhung, Versicherungspflicht) und den Termin. Leg bei der Pflichtversicherung die Versicherungsbestätigung des neuen Versicherers bei oder kündige sie an. Kündigst du für Mitversicherte, gib ihnen eine Kopie, damit sie Kenntnis haben. Allgemeine Hinweise zu Versicherungskündigungen stehen unter Versicherung kündigen.

Werkzeug

Kündigungsschreiben erstellen

Felder ausfüllen, Brief prüfen, drucken oder als E-Mail senden. Alles bleibt in deinem Browser – nichts wird übertragen oder gespeichert.

1. Art der Kündigung
2. Empfänger
Die richtige Anschrift steht im Vertrag, auf der Rechnung oder im Impressum des Anbieters.
3. Vertragsdaten
4. Absender
5. Zusätze

[Vor- und Nachname] · [Straße und Hausnummer] · [PLZ Ort]

[Name des Anbieters]
[Straße und Hausnummer]
[PLZ Ort]

[Ort], 22. Oktober 2026

Kündigung meines Vertrags – Kundennummer [Kundennummer]

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meinen Vertrag mit der Kundennummer [Kundennummer] fristgerecht zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bitte bestätigen Sie mir den Eingang dieser Kündigung und das Datum, zu dem der Vertrag endet, schriftlich.

Das Ihnen erteilte SEPA-Lastschriftmandat widerrufe ich mit Wirkung zum Vertragsende.

Einer Kontaktaufnahme zu Werbe- oder Rückgewinnungszwecken widerspreche ich; eine etwa erteilte Einwilligung widerrufe ich.

Mit freundlichen Grüßen

[Vor- und Nachname]

Per Post: unterschreiben und mit Nachweis versenden, etwa als Einwurf-Einschreiben. Per E-Mail genügt Textform (§ 126b BGB), sofern der Vertrag nicht die Schriftform verlangt – Mietverträge und Arbeitsverträge brauchen eine Unterschrift auf Papier. Damit nichts mehr abgebucht wird, kannst du Lastschriften dieses Empfängers zusätzlich bei deiner Bank sperren lassen (Art. 5 Abs. 3 SEPA-Verordnung).

Quellen

Häufige Fragen

Bekomme ich meine Alterungsrückstellung ausgezahlt, wenn ich in die gesetzliche Kasse wechsle?

Nein. Das Gesetz sieht keine Auszahlung vor, sondern nur eine Übertragung auf einen neuen privaten Versicherer, und auch die nur teilweise (§ 204 Abs. 1 Nr. 2 VVG). Wer sich eine Rückkehr offenhalten will, führt den Vertrag als Anwartschaftsversicherung fort.

Gilt der Nachweis der Anschlussversicherung auch für meine Krankentagegeldversicherung?

Nein. Die Nachweispflicht betrifft nur die Krankheitskostenversicherung, mit der du deine gesetzliche Pflicht zur Versicherung erfüllst (§ 205 Abs. 6 VVG). Krankentagegeld und andere Zusatztarife kündigst du mit den normalen Fristen.

Kann ich die PKV per E-Mail kündigen?

Wenn deine Bedingungen den Musterbedingungen folgen, ja: Sie verlangen für Erklärungen nur Textform. Das Gesetz erlaubt dem Versicherer aber auch, die Schriftform zu vereinbaren (§ 208 VVG); ob das bei Verträgen seit Oktober 2016 trotz § 309 Nr. 13 BGB gilt, hat noch kein Gericht entschieden. Mit einem unterschriebenen Brief per Einwurf-Einschreiben bist du immer auf der sicheren Seite.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Bei Streit helfen die Verbraucherzentralen, eine Schlichtungsstelle oder ein Anwalt.

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