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Arbeitsvertrag kündigen

Ein Arbeitsverhältnis endet durch eine schriftliche, eigenhändig unterschriebene Kündigung, die der anderen Seite rechtzeitig zugeht. Arbeitnehmer kündigen meist mit vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende, Arbeitgeber je nach Betriebszugehörigkeit mit bis zu sieben Monaten zum Monatsende. Wer eine Kündigung des Arbeitgebers angreifen will, hat dafür drei Wochen.

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Leerer Bürostuhl an einem hellen Holzschreibtisch mit zugeklapptem Laptop, gefaltetem Blatt Papier und Tasse im Streifenlicht der Jalousie
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Diese Seite ist für Arbeitnehmer, die ihren Job kündigen wollen oder eine Kündigung bekommen haben, und für Arbeitgeber, die ein Arbeitsverhältnis beenden müssen. Sie fasst die Regeln zusammen, die für beide Seiten gleich gelten, rechnet den Beendigungstermin mit dem Rechner aus und führt dich je nach Lage zur passenden Fachseite. Eine Tabelle räumt mit acht verbreiteten Irrtümern auf; am Ende steht, wer im Streitfall weiterhilft.

Wegweiser: Welche Lage ist deine?

Im Arbeitsrecht hängt fast alles davon ab, wer kündigt und auf welchem Weg. Such dir die Zeile, die zu dir passt – die verlinkten Seiten gehen jeweils in die Tiefe.

Deine LageWorauf es zuerst ankommtWeiter
Du willst als Arbeitnehmer ordentlich kündigenFrist (meist vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende), Brief mit eigenhändiger Unterschrift, mögliche Sperrzeit beim ArbeitslosengeldKündigungsfristen, Vorlage für deine Kündigung
Du bist noch in der Probezeitzwei Wochen Frist, das Ende darf auf jeden Kalendertag fallenKündigung in der Probezeit
Du willst sofort wegnur mit wichtigem Grund und binnen zwei Wochen nach Kenntnis – oder einvernehmlichFristlose Eigenkündigung, Aufhebungsvertrag
Du hast eine Kündigung bekommendrei Wochen Klagefrist, Meldung bei der Agentur für Arbeit, besonderen Kündigungsschutz prüfenKündigung erhalten: die ersten Tage
Du musst als Arbeitgeber ordentlich kündigenKündigungsgrund, Anhörung des Betriebsrats, Sonderkündigungsschutz, nachweisbarer ZugangMitarbeiter kündigen: der Ablauf
Ein Beschäftigter hat schwer gegen seine Pflichten verstoßenzwei Wochen ab Kenntnis, Anhörung, Abmahnung als milderes MittelFristlose Kündigung durch den Arbeitgeber
Der Betrieb muss Stellen abbauendauerhafter Wegfall des Arbeitsplatzes, Sozialauswahl, ab bestimmten Zahlen Anzeige bei der Agentur für ArbeitBetriebsbedingte Kündigung
Betroffen ist eine Schwangere, jemand in Elternzeit, ein schwerbehinderter Mensch oder ein BetriebsratsmitgliedKündigung oft nur mit Zustimmung einer Behörde oder gar nichtSonderkündigungsschutz im Überblick

Fünf Regeln, die für jede Kündigung gelten

Egal, wer kündigt: Diese fünf Punkte entscheiden darüber, ob eine Kündigung wirkt und wann das Arbeitsverhältnis endet.

  1. Papier und eigenhändige UnterschriftEine Kündigung ist nur wirksam, wenn sie schriftlich erklärt und eigenhändig unterschrieben ist; die elektronische Form schließt das Gesetz ausdrücklich aus (§ 623 BGB). Weder eine E-Mail noch eine SMS, eine WhatsApp-Nachricht, ein Fax oder ein eingescannter Brief genügen – selbst eine qualifizierte elektronische Signatur hilft nicht. Daran hat das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz nichts geändert. Mehr dazu unter Form der Kündigung.
  2. Es zählt der ZugangEine Kündigung wirkt erst, wenn sie beim Empfänger ankommt (§ 130 BGB); von diesem Tag an läuft die Frist. Ein Brief im Hausbriefkasten geht zu, sobald nach der Verkehrsanschauung mit der nächsten Leerung zu rechnen ist – wirft die Post zu den üblichen Zeiten ein, am selben Tag. Krankheit oder Urlaub des Empfängers ändern daran nichts (BAG, 20.06.2024, 2 AZR 213/23). Wie du den Zugang beweist, steht unter Zugang der Kündigung.
  3. Die passende FristDie Grundfrist beträgt vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats (§ 622 Abs. 1 BGB). Kündigt der Arbeitgeber, verlängert sie sich nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit stufenweise bis auf sieben Monate zum Monatsende (§ 622 Abs. 2 BGB). Für Kündigungen durch den Arbeitnehmer gilt diese Staffel nur, wenn Arbeits- oder Tarifvertrag es so vorsehen.
  4. Ein Grund – nur für den Arbeitgeber und nicht immerIm Schreiben muss bei einer ordentlichen Kündigung grundsätzlich kein Grund stehen; Ausnahmen gelten etwa im Ausbildungsverhältnis nach der Probezeit. Der Arbeitgeber braucht aber einen Grund in der Person, im Verhalten oder im Betrieb, sobald das Kündigungsschutzgesetz greift: nach mehr als sechs Monaten im Betrieb und bei in der Regel mehr als zehn Beschäftigten (§ 1 KSchG, § 23 KSchG). Entscheidend ist diese Wartezeit, nicht die Probezeit. Einzelheiten unter Wann das Kündigungsschutzgesetz gilt.
  5. Drei Wochen für die KlageWer eine Kündigung des Arbeitgebers angreifen will, muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang beim Arbeitsgericht Klage erheben – auch im Kleinbetrieb und auch gegen eine fristlose Kündigung (§ 4 KSchG). Verstreicht die Frist, gilt die Kündigung als von Anfang an wirksam (§ 7 KSchG).

Rechner: Wann endet das Arbeitsverhältnis?

Der Rechner ermittelt den frühesten Beendigungstermin nach dem Gesetz – für Kündigungen durch Arbeitnehmer und durch Arbeitgeber, mit Probezeit und mit der Staffel nach Betriebszugehörigkeit. Arbeitet jemand ausschließlich in einem Privathaushalt, etwa als Haushaltshilfe, gilt die Staffel nicht (BAG, 11.06.2020, 2 AZR 660/19); auch das fragt der Rechner ab.

Rechner

Arbeitsvertrag: Kündigungsfrist berechnen

Wann endet das Arbeitsverhältnis – für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, mit Probezeit, Staffel nach Betriebszugehörigkeit, TVöD/TV-L, Ausbildung und Elternzeit.

Letzter Tag der Elternzeit
Leer lassen = heute
Höchstens sechs Monate; in der Ausbildung ein bis vier Monate.
Für die längeren Fristen nach Betriebszugehörigkeit; im TVöD und TV-L nötig (Beschäftigungszeit).
Im Privathaushalt gelten keine längeren Fristen nach Betriebszugehörigkeit.
Nur für die Klagefrist: Fällt sie auf einen Feiertag, endet sie am nächsten Werktag.

Grundlage: § 622 BGB und § 623 BGB (Schriftform, keine E-Mail); öffentlicher Dienst § 34 TVöD und TV-L; Ausbildung § 22 BBiG; Elternzeit § 19 BEEG. Arbeits- und andere Tarifverträge können andere Fristen vorsehen. Die längeren Fristen nach Betriebszugehörigkeit gelten von Gesetzes wegen nur für den Arbeitgeber – für dich als Arbeitnehmer nur, wenn dein Vertrag oder Tarifvertrag sie auf dich überträgt; deine Frist darf nie länger sein als die des Arbeitgebers (§ 622 Abs. 6 BGB). Klagefrist: § 4 KSchG.

Zwei Beispiele mit echten Kalenderdaten, beide mit Zugang am Dienstag, 10. März 2026:

  • Der Arbeitnehmer kündigt: Die vier Wochen enden am Dienstag, 7. April. Der nächste zulässige Termin danach ist der 15. April 2026 – an diesem Tag endet das Arbeitsverhältnis.
  • Der Arbeitgeber kündigt nach gut sieben Jahren: Die Beschäftigte ist seit dem 1. August 2018 im Betrieb. Nach mehr als fünf Jahren gilt eine Frist von zwei Monaten zum Monatsende. Die Frist endet am 10. Mai, das Arbeitsverhältnis mit Ablauf des 31. Mai 2026.

Fristen aus deinem Arbeits- oder Tarifvertrag kennt der Rechner nicht. Eine vertraglich längere Frist setzt sich nur durch, wenn sie in jedem Fall zu einem späteren Ende führt (BAG, 29.01.2015, 2 AZR 280/14); ein Tarifvertrag darf die gesetzlichen Fristen auch verkürzen (§ 622 Abs. 4 BGB). Weitere Rechenbeispiele – auch rückwärts vom Wunschtermin aus – stehen auf der Seite zu den Kündigungsfristen, verlinkt im Wegweiser oben.

Kündigung oder Aufhebungsvertrag: die Unterschiede

Statt zu kündigen, können sich beide Seiten auch auf ein Ende einigen. Das wirkt bequem, hat aber andere Folgen – vor allem beim Arbeitslosengeld.

PunktKündigung durch den ArbeitnehmerKündigung durch den ArbeitgeberAufhebungsvertrag
Formschriftlich, eigenhändig unterschriebenschriftlich, eigenhändig unterschriebenschriftlich, beide Unterschriften auf derselben Urkunde (§ 126 Abs. 2 BGB)
Endenach der Grundfrist oder der vertraglichen Fristnach der gesetzlichen Staffel oder einer längeren vertraglichen oder tariflichen Fristfrei vereinbart
Grund nötigneinja, wenn das Kündigungsschutzgesetz giltnein
Gegenwehrkeine nötigKlage binnen drei Wochenkein Widerrufsrecht; unwirksam, wenn das Gebot fairen Verhandelns verletzt wurde (BAG, 07.02.2019, 6 AZR 75/18)
ArbeitslosengeldSperrzeit von in der Regel zwölf Wochen, außer bei wichtigem Grund (§ 159 SGB III)keine Sperrzeit, wenn du die Kündigung nur hinnimmst, auch mit Abfindung; Sperrzeit droht, wenn wegen vertragswidrigen Verhaltens gekündigt wirdSperrzeit möglich; kein Problem z. B., wenn der Arbeitgeber sonst zum selben Termin betriebsbedingt gekündigt hätte, die Kündigungsfrist gewahrt ist und die Abfindung höchstens 0,5 Monatsgehälter je Beschäftigungsjahr beträgt. Gibt es eine Abfindung und endet das Arbeitsverhältnis vor Ablauf der ordentlichen Arbeitgeberfrist, ruht der Anspruch eine Zeit lang (§ 158 SGB III).
Abfindungkeinekein allgemeiner Anspruch; Sonderfall § 1a KSchGVerhandlungssache

Die Regeln der Agentur für Arbeit stehen ausführlich unter Sperrzeit nach Eigenkündigung. Prüfe einen angebotenen Aufhebungsvertrag vor der Unterschrift auf Ende, Abfindung, Resturlaub und Zeugnis. Dass der Arbeitgeber auf sofortiger Unterschrift besteht, macht den Vertrag allein noch nicht unwirksam (BAG, 24.02.2022, 6 AZR 333/21) – unterschreib also erst, wenn du sicher bist.

Person von hinten trägt einen Karton mit einer kleinen Pflanze durch einen hellen, leeren Büroflur
Bild: KI-generiert

Acht verbreitete Irrtümer

Viele Faustregeln rund um die Kündigung im Job stimmen nicht oder nicht mehr. Die häufigsten im Abgleich mit Gesetz und Rechtsprechung:

Verbreitete AnnahmeWas tatsächlich gilt
„Nach vielen Jahren im Betrieb habe auch ich als Arbeitnehmer eine lange Kündigungsfrist.“Die Staffel gilt nach dem Gesetz nur für Kündigungen des Arbeitgebers. Länger musst du nur warten, wenn Arbeits- oder Tarifvertrag das vorsehen; deine Frist darf dann nicht länger sein als die des Arbeitgebers (§ 622 Abs. 6 BGB).
„Jahre vor dem 25. Geburtstag zählen bei der Frist nicht mit.“Diese Regel ist aus dem Gesetz gestrichen; schon für Kündigungen nach dem 2. Dezember 2006 durfte sie nicht mehr angewendet werden (BAG, 09.09.2010, 2 AZR 714/08). Es zählt die gesamte Betriebszugehörigkeit.
„Wer krankgeschrieben ist, darf nicht gekündigt werden.“Ein Kündigungsverbot wegen Krankheit gibt es nicht. Kündigt der Arbeitgeber aus Anlass der Arbeitsunfähigkeit, muss er das Entgelt für die Dauer der Entgeltfortzahlung aber auch über das Ende hinaus zahlen (§ 8 EFZG).
„Während meines Urlaubs kann mir keine Kündigung zugehen.“Doch. Ein Brief an die Wohnanschrift geht auch dann zu, wenn der Arbeitgeber vom Urlaub weiß (BAG, 22.03.2012, 2 AZR 224/11). Wer deshalb die Klagefrist verpasst, kann die nachträgliche Zulassung der Klage beantragen (§ 5 KSchG).
„Mit dem Einwurf-Einschreiben ist der Zugang bewiesen.“Einlieferungsbeleg und Online-Status „zugestellt“ reichen dafür nicht (BAG, 30.01.2025, 2 AZR 68/24). Sicherer sind die persönliche Übergabe gegen Empfangsbestätigung oder ein Bote, der den Inhalt des Schreibens kennt.
„Fällt das Fristende auf ein Wochenende, gilt der Montag.“Für Kündigungsfristen nicht: Die volle Frist muss eingehalten werden, § 193 BGB hilft hier nicht (BAG, 24.10.2013, 2 AZR 1057/12). Anders die Klagefrist – sie endet erst am nächsten Werktag.
„Nach einer Kündigung steht mir eine Abfindung zu.“Einen allgemeinen Anspruch gibt es nicht. Gesetzlich vorgesehen ist sie nur, wenn der Arbeitgeber betriebsbedingt kündigt, im Schreiben auf die Abfindung bei Verzicht auf die Klage hinweist und du die Klagefrist verstreichen lässt (§ 1a KSchG). Sonst ist sie Verhandlungssache.
„Einen Aufhebungsvertrag kann ich 14 Tage lang widerrufen.“Ein Widerrufsrecht wie beim Online-Kauf gibt es dafür nicht. Unwirksam ist der Vertrag aber, wenn er unter Verstoß gegen das Gebot fairen Verhandelns zustande kam, etwa durch Ausnutzen einer erkennbaren Schwäche (BAG, 07.02.2019, 6 AZR 75/18).

Wer weiterhilft

Die Seiten dieses Bereichs erklären die Regeln, prüfen aber keinen Einzelfall. Beratung lohnt sich vor allem, wenn eine Frist läuft oder es um Geld geht: bei der Klagefrist, bei Abfindungsverhandlungen und beim besonderen Kündigungsschutz.

  • Gewerkschaft: Gewerkschaften dürfen ihre Mitglieder vor den Arbeitsgerichten vertreten (§ 11 Abs. 2 ArbGG). Ob und ab wann du Rechtsschutz bekommst, regelt die Satzung – frag rechtzeitig vor Ablauf der Klagefrist nach.
  • Fachanwältin oder Fachanwalt für Arbeitsrecht: sinnvoll bei Kündigungsschutzklage, Abfindung und besonderem Kündigungsschutz. In der ersten Instanz trägt jede Seite ihre Anwaltskosten selbst, auch wer gewinnt (§ 12a ArbGG).
  • Rechtsantragstelle beim Arbeitsgericht: Vor dem Arbeitsgericht darf jede Partei ihren Prozess selbst führen (§ 11 Abs. 1 ArbGG), und die Klage kann mündlich zu Protokoll der Geschäftsstelle erklärt werden (§ 46 Abs. 2 ArbGG mit § 496 ZPO). Das Arbeitsgericht Berlin weist darauf hin, dass seine Rechtsantragstelle kostenlos ist, aber keine Rechtsberatung leistet. Wie das Verfahren abläuft, erklärt die Seite Kündigungsschutzklage.
  • Für Arbeitgeber: Arbeitgeberverbände dürfen ihre Mitglieder ebenfalls vor Gericht vertreten (§ 11 Abs. 2 ArbGG). Bei Betriebsrat, Massenentlassung oder Sonderkündigungsschutz lohnt eine anwaltliche Prüfung, bevor die Kündigung hinausgeht – Fehler in diesen Verfahren machen eine Kündigung unwirksam.

Quellen

Häufige Fragen

Kann ich meine Kündigung zurücknehmen, wenn ich es mir anders überlege?

Nicht einseitig, sobald sie beim Arbeitgeber angekommen ist. Ein Widerruf wirkt nur, wenn er vorher oder gleichzeitig zugeht (§ 130 Abs. 1 Satz 2 BGB). Danach geht es nur gemeinsam: Stimmt der Arbeitgeber zu, das Arbeitsverhältnis fortzusetzen, haltet das am besten schriftlich fest.

Darf mich der Arbeitgeber nach der Kündigung bis zum letzten Tag freistellen?

Nicht schon deshalb, weil der Formulararbeitsvertrag das erlaubt: Eine solche Klausel benachteiligt Arbeitnehmer unangemessen und ist unwirksam (BAG, Urteil vom 25.03.2026, 5 AZR 108/25). Zulässig bleibt eine Freistellung, wenn im Einzelfall überwiegende schutzwürdige Interessen des Arbeitgebers entgegenstehen. Lehnt der Arbeitgeber deine Arbeit ab, schuldet er die vereinbarte Vergütung weiter (§ 615 BGB).

Gelten diese Regeln auch für Minijob, Teilzeit und Werkstudenten?

Ja. Schriftform, Grundfrist und Klagefrist hängen nicht von Stunden oder Verdienst ab, sie gelten für jedes Arbeitsverhältnis. Unterschiede ergeben sich nur aus dem Vertrag, einem Tarifvertrag oder der Betriebsgröße, etwa beim Kündigungsschutzgesetz.

Muss ich nach meiner Kündigung bis zum letzten Tag arbeiten?

Ja, bis zum Ende der Kündigungsfrist bleiben alle Pflichten bestehen – auch der Anspruch auf Gehalt. Resturlaub kannst du in dieser Zeit nehmen; was wegen der Beendigung nicht mehr genommen werden kann, ist abzugelten (§ 7 Abs. 4 BUrlG). Für Vorstellungsgespräche muss dir der Arbeitgeber auf Verlangen angemessene Zeit geben (§ 629 BGB).

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Bei Streit helfen die Verbraucherzentralen, eine Schlichtungsstelle oder ein Anwalt.

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