Fitnessstudio Vertrag kündigen

KündigungLaut Statistiken sind in Deutschland 10% der Bevölkerung Mitglied in einem Fitnesstudio, in Zahlen ausgedrückt sind das rund 8 Millionen Menschen. Nur etwa die Hälfte aller Mitglieder sind jedoch auch wirklich aktiv, bei der anderen Hälfte handelt es sich um passive Zahler! Fitnessstudios bieten in der Regel Ein-Jahres-Verträge an, auch 24 Monate werden häufig abgeschlossen. Diese können dann im Allgemeinen bis 30 Tagen vor Ablauf der Vertragslaufzeit zum Monatsende gekündigt werden. Wird nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert sich die Laufzeit des Fitness Vertrages meist um ein weiteres Jahr. Schnell steckt man also in einem Vertrag, den man vielleicht aus guten Vorsätzen heraus abgeschlossen hat, die man aber nicht einhalten kann: es kommt etwas dazwischen, die Zeit fehlt oder man verlegt im Sommer Fitnessaktivitäten lieber ins Freie. Dann ist es schwierig, vor Ablauf der Frist wieder aus dem Vertrag herauszukommen. Wichtige Gründe rechtfertigen in einigen Fällen einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Fitnessvertrag. Ansonsten bleibt häufig nur die Lösung, abzuwarten und rechtzeitig zu kündigen.

Fristgerechte Kündigung

Die Kündigungsfristen und Laufzeiten können von Studio zu Studio variieren und sind dann dem jeweiligen Vertrag zu entnehmen. Wie eingangs schon erwähnt, bieten die meisten Studios Verträge mit einer Kündigungsfrist von 30 Tagen vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit an. Die Laufzeit verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, sofern nicht fristgerecht gekündigt wird.

Außerordentliche Kündigung wegen Umzug

Liegt ein wichtiger Grund vor, "der dem Mitglied das Festhalten am Vertrag unzumutbar macht", ist eine außerordentliche Kündigung des Fitness Vertrages möglich. Der Umzug in eine andere Stadt oder einem Ort, der von Studio zu weit weg ist, fällt unter diese Regelung. Wenn in der Nähe des neuen Wohnortes eine Filiale der Fitnesskette liegt, kann allerdings darauf verwiesen und eine Kündigung verweigert werden. In den meisten Fällen dürfte eine außerordentliche Kündigung aber kein Problem sein.

Außerordentliche Kündigung wegen Krankheit

Auch wenn "das vereinbarte Fitness-Ziel durch die Angebote des Studios nicht mehr erreicht werden kann", tritt das Sonderkündigungsrecht in Kraft. Gründe dafür können eine Krankheit, bzw. die dauerhafte oder vollständige Sportunfähigkeit sein. Dazu benötigt man in der Regel ein ärztliches Attest des Hausarztes. Dann dürfte einer vorzeitigen Kündigung nichts im Wege stehen.

Form der Kündigung

Wie für jede andere Kündigung gilt auch für die Kündigung eines Fitnessstudio-Vertrages: der Vertrag muss schriftlich gekündigt und handschriftlich unterschrieben werden. Kündigungen per Telefon oder E-Mail werden im Allgemeinen nicht akzeptiert.