Arbeitsvertrag kündigen - Kündigungsschreiben

Kündigung des Vertrags Bild

In vielen Fällen läuft der Wechsel oder die Kündigung eines Arbeitsplatzes reibungslos ab. Ein Arbeitsvertrag läuft einfach aus, es findet ein einvernehmliches Gespräch zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber statt und ein ordentliches Kündigungsschreiben führt zur Auflösung des Vertrages. In anderen Fällen wiederum dominieren Uneinigkeiten oder Streitigkeiten am Arbeitsplatz. Der eine oder andere fühlt sich ungerecht behandelt, es treten gesundheitliche oder andere Probleme auf. Dann ist es oft nicht ganz einfach, Arbeitgeber und Arbeitnehmer "unter einen Hut zu bringen" - nicht umsonst gibt es ein ausführliches, im Grundgesetz verankertes Arbeitsrecht! In einigen Fällen ist dann eine außerordentliche Kündigung unumgänglich. Unsere Muster-Kündigungsschreiben unterstützen Sie bei der Kündigung eines Arbeitsverhältnisses.

Ordentliche und außerordentliche Kündigung

Sowohl der Arbeitnehmer, als auch der Arbeitgeber haben die Möglichkeit, einen Arbeitsvertrag ordentlich oder außerordentlich zu kündigen.
Die ordentliche (fristgemäße) Kündigung gilt in Fällen, in denen das Arbeitsverhältnis in beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst wird.
Die außerordentliche oder "fristlose" Kündigung greift dann, wenn auf der einen oder der anderen Seite Vertragsverletzungen vorliegen wie z.B. Zahlungsverzug von Seiten des Arbeitgebers oder aufgrund eines gravierenden Fehlverhaltens von Seiten des Arbeitnehmers. Kurz, wenn eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses für eine der beiden Parteien unzumutbar wäre. In diesen Fällen kann sowohl vom Arbeitnehmer, als auch vom Arbeitgeber individuell ein Kündigungstermin fest gesetzt werden, der vor dem gesetzlichen Termin liegt.

 

Die außerordentliche (fristlose) Kündigung durch den Arbeitnehmer

Vertrag kündigenDer Begriff "außerordentliche Kündigung" ist gleichbedeutend mit "fristloser" Kündigung. Eine außerordentliche Kündigung von Seiten des Arbeitnehmers ist möglich, wird aber in der Regel nur ausgeführt, wenn eine Fortsetzung der Arbeit nicht mehr zumutbar ist. Das kann z.B. bei einer gesundheitlichen Gefährdung der Fall sein, die zu Beginn des Arbeitsverhältnisses nicht erkennbar war oder wenn wiederholt Zahlungen zu spät oder nicht bezahlt wurden. 

Der fristlosen Kündigung durch den Arbeitnehmer muss nicht zwingend eine Abmahnung voraus gehen.

Zu welchem Termin der Arbeitnehmer den Betrieb vor Ablauf der Frist entlässt bestimmt er selbst.

Die Kündigung bedarf der schriftlichen Form und muss handschriftlich unterschrieben sein. Sie ist erst ab dem Moment wirksam, ab dem sie dem Empfänger zugeht. Nicht wirksam sind mündliche Kündigungen oder Kündigungsschreiben per SMS, Fax oder E-Mail.

 

Hier ein Muster zur schriftlichen fristlosen Kündigung eines Arbeitsvertrages


 

Name Arbeitgeber
Straße Arbeitgeber
1234 Stadt Arbeitgeber


Max Mayer
Ihrestrasse 1
00000 Ihre-Stadt

Vertragsdaten: 123456

 

Fristlose Kündigung meines Arbeitsverhältnisses

Ihre-Stadt, den 01.01.2015

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich das durch den Arbeitsvertrag vom TT.MM.JJJJ begründete Arbeitsverhältnis fristlos. Gleichzeitig erkläre ich vorsorglich meine ordentliche Kündigung zum nächst möglichen Termin.

Die Kündigung spreche ich aus folgendem Grund aus
1) die Vergütung wurde trotz Abmahnung wiederholt unpünktlich gezahlt
2) Trotz Abmahnung wurden Sozialabgaben nicht abgeführt
3) Am Arbeitsplatz besteht eine gesundheitliche Gefährdung, die bei Abschluss des Arbeitsvertrages nicht erkennbar war
4) Es liegen Ehrverletzungen und Straftaten gegen mich als Arbeitnehmer vor

(nicht zutreffende Gründe bitte streichen)

Unter Berücksichtigung der oben genannten Gründe und nicht zuletzt in Ihrem Interesse erachte ich es für mich als unzumutbar, das Arbeitsverhältnis bis zum Ablauf der Kündigungsfrist fortbestehen zu lassen.

Ich bitte Sie, mir das noch ausstehende Gehalt einschließlich der mir noch zustehenden xx Urlaubstage auszuzahlen und mir meine Arbeitspapiere sowie ein qualifiziertes Zeugnis schnellst möglich zuzusenden.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 


(Unterschrift)

Max Mayer 

 

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