Vertragskündigung - Kaufvertrag

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Ein Kaufvertrag ist eine Vertragsart, die sehr oft abgeschlossen wird. Schließlich kaufen Menschen in der Regel täglich Produkte, die sie zum Leben benötigen und jeder Verkaufstransaktion liegt ein Kaufvertrag zugrunde, selbst wenn dieser nicht selten nur mündlich abgeschlossen wird.

Einen Kaufvertrag zu kündigen ist prinzipiell überhaupt nicht realisierbar, sondern es ist allenfalls möglich, von einem Kaufvertrag zurückzutreten. Diesbezüglich gibt es im Übrigen einen weitverbreiteten Irrglauben, denn viele Menschen denken, dass sie generell von jedem Vertrag innerhalb von zwei Wochen zurücktreten können. Dies ist jedoch nicht richtig, denn ein solches generelles Rücktrittsrecht besteht nur bei bestimmten Verträgen, wie beispielsweise bei Onlinegeschäften, da hier auch das Fernabsatzrecht von Bedeutung ist.

Deshalb ist es wichtig, bei Kaufverträgen beziehungsweise bei der etwaigen Inanspruchnahme des Rückgaberechts zwischen Käufen, die im Präsenzhandel getätigt wurden, und Onlinekäufen zu unterscheiden.

Kaufverträge im Präsenzhandel

Kaufvertrag kündigen

Wer im Präsenzhandel, also bei einem Händler vor Ort, Waren einkauft, schließt grundsätzlich bei jedem Einkauf einen Kaufvertrag ab. Bei derartigen Geschäften ist der Vertrag bindend, da der Kunde die Waren vor dem Kauf begutachten kann, weshalb es in diesen Fällen im Normalfall auch kein Rückgaberecht gibt. Da sehr viele Händler aus Gründen der Kulanz Waren jedoch fast immer zurücknehmen und entweder den Kaufpreis erstatten oder einen Umtausch anbieten, gehen viele Kunden allerdings davon aus, dass sie einen Rechtsanspruch auf Warenrücknahme oder Umtausch haben. Dies ist jedoch nicht der Fall und insbesondere bei hochpreisigen Produkten wie beispielsweise Möbeln, zeigen sich Händler oftmals wenig kulant, da Kulanz in solchen Fällen zum Teil signifikante Kosten verursacht.

Es ist Konsumenten folglich anzuraten, sich insbesondere beim Kauf von hochpreisigen Produkten nicht auf die Kulanz eines Händlers zu verlassen, sondern davon auszugehen, dass der Kaufvertrag nur in Ausnahmefällen, wie zum Beispiel beim Vorliegen von versteckten, beim Kaufabschluss nicht sichtbaren Mängeln anfechtbar ist. Es ist jedoch möglich, mit dem Händler beim Abschluss des Kaufvertrages ein Rückgaberecht zu vereinbaren. Sinnvoll ist hierbei, eine solche Vereinbarung schriftlich festzuhalten, damit diese beweisbar ist. Ein unterschriebener Vermerk auf dem Kassenzettel, dass eine Rückgabe gegen Geld innerhalb einer bestimmten Frist möglich ist, ist im Normalfall ausreichend.

Kaufverträge im Onlinehandel

Bei Einkäufen über das Internet sieht die Rechtslage etwas anders aus, da es bei Onlinegeschäften besondere Regeln gibt und der Käufer mehr Rechte hat. Der wichtigste Unterschied zu Kaufverträgen im Präsenzhandel ist das generelle 14-tägige Widerrufsrecht. Dieses besagt, dass Waren innerhalb dieser Frist ohne Angabe von Gründen durch den Händler zurückzunehmen sind. Der wesentliche Grund für diese Rücknahmeregelung ist, dass Käufer anders als bei Einkäufen im Präsenzhandel die Ware nicht in Augenschein nehmen und prüfen können.

Anwaltliche Hilfe

Über eine Service Hotline können Sie einen Anwalt anrufen, der Sie juristisch berät.

Erfahrungen mit Kaufvertrag

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